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Programmieren mit dem Roamer

Die natürliche Reaktion der Kinder bei der Erstbegegnung mit dem Roamer ist das Drücken verschiedener Tasten und zu sehen, was dann passiert. Das Roamer-Keyboard, die Eingabetöne und die einfache Programmierungsstruktur des Roamer kommen diesem entdeckenden Ansatz sehr entgegen. Mit einem Minimum an Lehreraktivität können Kinder auf diese Weise zu bemerkenswerten Fortschritten kommen. Sie lernen schnell, wie man den Roamer dazu bringen kann sich zu bewegen und Töne abzuspielen.

Das entdeckende Vorgehen steigert die Motivation der Kinder und führt zu zielgerichteten Aktivitäten. Kinder wollen den Roamer so programmieren, dass er sich auf eine bestimmte Art verhält, also z.B. einen Hindernisweg zurück legt.

Mit zunehmender Erfahrung und Selbstvertrauen sind Kinder auch schließlich in der Lage, anspruchsvollere Projekte zu meistern. Die Wiederholungs- und Prozedurenfunktionen des Roamers unterstützen solche Aktivitäten erheblich.

Roamer-Programme schreiben

Es empfiehlt sich, Roamer-Programme zuerst auf Papier zu notieren bevor sie mit der Tastatur eingegeben werden. Dieses disziplinierende Vorgehen hat folgende Vorteile:

  1. Es können sich Planungs- und Denkfähigkeiten enwickeln.
  2. Die Fähigkeit, Informationen festzuhalten wird gefördert.
  3. Sowohl das Kind als auch die Lehrkraft können anhand des schriftlich vorliegenden Programms nachvollziehen, wie das Programmierziel letztlich erreicht wurde.

Prozeduren vorteilhaft nutzen

Prozeduren haben vier entscheidende Vorteile:

1. Prozeduren unterstützen das "Bottom Up"-Programmieren

Bei der "Bottom-Up"-Programmierung wird vorhandenes Wissen genutzt, um neue Probleme zu lösen. Falls der Roamer eine Prozedur gelernt hat, kann diese zur Lösung neuer Aufgaben verwendet werden.

Angenommen, der Roamer kennt die Prozedur P1, die eine Melodie abspielt. Nun möchte ein Schüler diese Melodie nutzen, um aus dem Roamer einen Eisverkaufswagen zu machen.

2. Prozeduren erleichtern das Lösen von Problemen im "Top Down"-Verfahren

Das "Top Down"-Verfahren, ein komplexes Problem in kleinere, besser bearbeitbare Probleme aufzuteilen, ist eine wichtige Problemlösetechnik. Die Prozeduren-Funktion des Roamers unterstützt diesen Ansatz.

Angenommen, das Vorhaben einer Klasse kann in kleinere Projekte für Schülergruppen aufgeteilt werden. Das Programm der ersten Gruppe wird in der Prozedur P1 gespeichert, die zweite Gruppe schreibt die Prozedur P2 usw. Die erste Gruppe kann ihr Problem lösen indem grundlegende Roamer-Befehle und die Prozeduren P11, P12, P13 ... verwendet werden. Die zweite Gruppe nutzt die Prozeduren P21, P22, P23 usw. Die Hauptprozeduren P1, P2 etc. werden schließlich im GO-Programm zusammengefügt.

3. Prozeduren vergrößern den Aktionsradius des Roamers

4. Prozeduren vereinfachen das Verändern von Programmen

Um ein GO-Programm zu verändern, muss normalerweise der GO-Speicher gelöscht werden und die Liste mit den geänderten Befehlen neu eingegeben werden. Gibt man allerdings die Instruktionen in Form von Prozeduren ein, müssen nur die Prozeduren neu definiert werden.

 

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