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Grundschule Emlichheim
Kollegium und Computereinsatz
An der Grundschule Emlichheim begann nach einer einjährigen Vorlaufphase der unterrichtliche Einsatz von Computern am Ende des Schuljahres 96/97. Seit Juli1997 standen der damaligen Klasse des Projekt- und Schulleiters 3 Computer mit Internetanschluss, ein Drucker und ein Scanner zur Verfügung, dank der Förderung durch das Land Niedersachsen, den Elternverein und eine private Spende. Der Projektleiter hatte seine Kenntnisse durch den Besuch von Fortbildungsveranstaltungen im wesentlichen aber als Autodidakt erworben. Sein Engagement wurde von seinen Kollegen zunächst mit einer gewissen Distanz beobachtet, eventuell hervorgerufen durch ein in sehr vielen Kollegien anzutreffendes Gleichheitsmissverständnisses. Sogenannte "best practice"- Beispiele einzelner Kollegen wirken innerhalb der eigenen Schule kaum ansteckend, werden jedoch von außerhalb gerne aufgegriffen. Aber die vielfältigen Aktivitäten der Klasse, wie u.a. das Publizieren im Internet, das Korrespondieren über E-Mails weltweit mit anderen Grundschulen und das Kooperieren bei Internetprojekten durch Selbstorganisation und Beteiligung weckten nach und nach verstärktes Interesse bei der Presse, bei der Elternschaft und dem Schulträger, bei Schülern der Parallelklassen und bei einem Teil des Kollegiums. Ein paar interessierte Kollegen mit ersten Erfahrungen im Umgang mit einem privaten Computer sahen in der Projektklasse eine Bevorzugung einer Minderheit und wünschten auch für ihre Schüler den Zugang zum Computereinsatz, allerdings nur hinsichtlich von Lern- bzw. Übungsprogrammen. Das war der Durchbruch. Die Unterstützung durch die MMI-Projektförderung, durch den Schulträger und den Elternverein ermöglichte zu Beginn des Schuljahres 99/00 die großzügige Ausstattung eines Computerraumes mit 12 vernetzten Computern mit kostenlosem Internetanschluss, 2 Druckern, Scanner, Digitalkamera, Beamer usw. Von 18 Stammkollegen der Grundschule nutzen inzwischen 4 Kollegen regelmäßig und 3 Kollegen in unregelmäßigen Abständen den Computerraum für den Einsatz von Lern- bzw. Übungsprogrammen, der Projektleiter noch zusätzlich für Internetprojekte in Arbeitsgemeinschaften. Die interessierten Kollegen trafen sich unregelmäßig um neben der allgemeinen Computerbedienung verschiedene Übungsprogramme kennenzulernen. Für die beteiligten Kollegen war der Einstieg über einfache Übungsprogramme mit kleineren Schülergruppen im Förderunterricht eine große Hilfe, um so erste Erfahrungen zu sammeln und Berührungsängste abzubauen. Im Rahmen schulinterner Fortbildung befassen sich die computerunerfahrenen Kollegen mit der grundsätzlichen Computerbedienung und einer Einführung in das Programm Word, ein anderer Teil übt den Einsatz der Übungsprogramme und eine etwas fortgeschrittenere Gruppe setzt sich mit dem Informieren, Publizieren und Kommunizieren im Internet auseinander.
Sie wird hoffentlich zur Entlastung des Projektleiters führen, der bisher unter enormer Arbeitsbelastung die Arbeit alleine leisten musste. Insbesondere den letzteren Kollegen ist es ein Anliegen, den Computer als ein multifunktionales Werkzeug situativ im Unterricht einzusetzen. Mit wachsender Kenntnis um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Computers wächst dazu also der Wunsch nach Computern im Klassenraum. Durch die Anschaffung von 3 Computern für jeden Klassenraum in unserer Schule entsteht jedoch ein erheblicher Finanzierungsbedarf. Die Finanzierung durch Sponsoren oder Projektförderungen wird angedacht. An den freiwilligen internen Fortbildungsmaßnahmen nahmen bisher 13 von 18 Kollegen teil, der Rest verhält sich weiterhin distanziert. Ohne kontinuierliche schulinterne Fortbildung wird der Computereinsatz im Unterricht nicht zur Normalität werden. Doch die technischen Kenntnisse der Multifunktionalität eines Computers sichern noch nicht die Integration dieses Mediums in das alltägliche Unterrichtsgeschehen. Schulinterne Fortbildung muss sich letztendlich auch mit der pädagogisch- didaktischen Einbindung des Computereinsatzes in das Gesamtkonzept der Schule auseinandersetzen, neue Konzeptionen sind erforderlich.

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