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Projektbericht der
MMI - Pilot - Grundschulen

Inhalt

Gemeinsame Projekte

  • Eine Rätselrunde per E-Mail
  • Eine Rätselrunde per Chat

Kollegium und Comptereinsatz - Erfahrungsberichte

Lernprogramme als Einstieg in die Computerarbeit

Lernprogrammübersicht und Wertung

Mindestanforderungen und Standortfrage

Empfehlungen und Wünsche für die Zukunft

Didaktische Überlegungen zum Einsatz des Computers im Unterricht der Grundschule

Auf der Basis einer Vielzahl von Diskussionen, Forschungsergebnissen, Modellversuchen, Projekterfahrungen, sowie allgemeinen Bildungszielen und politischen Absichtserklärungen ist die Auseinandersetzung mit den Informations- und Kommunikationstechnologien schon von der Grundschule an unabdingbar.
Vielerorts ist daher bereits der Computereinsatz als ein Unterrichtsmedium zur Erweiterung der Informations- und Kommunikationskompetenz an Grundschulen ein maßgeblicher Faktor bei der Lernzielumsetzung.
Der Computer hebt sich durch seine Multifunktionalität von den übrigen Unterrichtsmedien ab. Neben der Erweiterung von Informations- und Kommunikationskompetenzen verbreitert der unterrichtliche Computereinsatz die Basis elementarer Kompetenzen bezüglich ge-genwärtiger und zukünftiger Lernprozessziele. Neuere konstruktivistische Lernkonzeptionen besagen, dass Wissen nicht mittels des Mediums Computer auf die Schüler transportierbar sei, sondern dass der Computer in seiner Multifunktionalität als eine Art Werkzeug den Lernenden bei der aktiven Konstruktion der Wirklichkeit unterstützt.

Dieser Bericht von 5 MMI-Pilot-Grundschulen soll versuchen, den didaktisch-methodischen Stellenwert des Computereinsatzes in Grundschulen an Hand der Zusammenfassung von praxisorientierten Projekt- und Einzelerfahrungsberichten zu untermauern. Gleichzeitig soll er der Ermutigung der übrigen Grundschulkollegen dienen, sich aufbauend auf den Ergebnissen der fünf Pilotschulen dem Unterrichtseinsatz der Multifunktionalität des Computers zu öffnen.

Dabei ist zunächst generell festzuhalten, dass das Unterrichtsmedium Computer sich in unterschiedliche Unterrichtskonzepte und -phasen integrieren lässt, sein Einsatz eine Erweiterung der bisherigen Lern- und Unterrichtsformen darstellt, er dabei jeweils spezifische Aufgaben und Funktionen erfüllt und neben dem Erwerb weiterer Kompetenzen zu einem pädagogisch bedeutsamen Lernzuwachs beiträgt.

Innere Differenzierung - Förderunterricht

Während des normalen Klassenunterrichtes lässt sich der Computer vielfältig als Differenzierungsinstrument einsetzen. Die schnelle Verfügbarkeit, die relativ einfache Handhabung und die geringe Anforderung an Computerkenntnissen bei Anwendung von Lernsoftware führen sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern zu einer hohen Akzeptanz des Computereinsatzes in der Differenzierungsphase.

  • Einzelne Schüler oder Schülerpaare können gezielte Übungen in solchen Lernsequenzen durchführen, die noch individuelle Defizite aufweisen, während die übrigen Schüler andere Aufgaben bearbeiten. Die Übungen können selbständig ohne Lehrer nach individuellem Arbeitstempo und mit unmittelbarer Fehlerrückmeldung und Fehlerkorrektur durchgeführt werden. Je nach Differenzierungsintention kommen hier insbesondere Programme mit ihrer Vielfalt an strukturellen Variationen kleinster Lernsequenzen zum Einsatz. Bevorzugt werden reine Übungsprogramme mit schnellem Zugriff und hoher Übungsvariation, sie dienen häufig der Festigung und Steigerung des schon Gelernten. Zu bedenken ist aber, dass der Einsatz des Computers als eine reine Übungsmaschine mit immer demselben mechanischen Übungsprogramm kontraproduktiv zur Lernmotivation wirkt und auf Dauer nur zu Frust und Ablehnung der Computerarbeit führt.
  • Anspruchvollere Lernprogramme finden in der Differenzierungsphase ihren Einsatz zur Förderung der leistungsstärkeren Schüler. Stehen mehrere Computer im Klassenraum zur Verfügung, kann an jedem Arbeitsplatz ein anderes Thema bearbeitet werden. Leider existieren kaum anspruchsvollere Lernprogramme, mit denen individuell auf einer höheren Lernstufe themengleich mit den übrigen Übungsprogrammen gearbeitet werden kann, oder solche, die nicht linear konzipiert sind und mit denen selbständig etwas Neues erarbeitet werden kann.
  • Entsprechendes gilt für den Computereinsatz außerhalb des Klassenverbandes im Förderunterricht, der jedoch je nach Gruppenstärke eventuell die Nutzung eines Computerraumes erfordert. Die gleichzeitige Nutzung mehrerer Computer mit unterschiedlichen Übungssequenzen wird dem individuellen Förderungsanspruch gerechter als bisherige Unterrichtsmedien. Aber der Computereinsatz als einziges Medium in den Fördergruppen ist im Vergleich zum Einsatz konkreter Unterrichtsmaterialien zumindest zu hinterfragen, die schnelle Verfügbarkeit der Computer sowohl für Schüler als auch für Lehrer hat auch ihre Tücken.
  • Festzuhalten ist, Übungs- und Lernprogramme besitzen als ein Unterrichtsmedium einen didaktischen Stellenwert und leisten einen effektiven Beitrag innerhalb der Differenzierungsphase und im Förderunterricht.

Wenngleich in vielen Grundschulen aus bekannten Gründen die Computer in ihrer Hauptanwendung zum Üben genutzt werden, kann sicherlich die Anschaffung und der Einsatz von Computern nicht allein durch die Übungsanwendung gerechtfertigt werden. Die wahren Stärken des Computers zeigen sich allerdings erst im offen angelegten Unterricht.

Offener Unterricht - Projektunterricht - Arbeitsgemeinschaften

Offener Unterricht ohne Computereinsatz ist praktizierbar, der multifunktionale Computereinsatz ohne offenen Unterricht ist nicht vorstellbar. Inzwischen belegen Erfahrungsberichte vieler Grundschulen, dass sich die Arbeit am Computer mit seinen vielfältigen Möglichkeiten einfügt in einen offenen, handlungsorientierten Lernkontext. Trotzdem ist weiterhin der Computereinsatz im Kontext von Bildungszielen und von spezifischen, pädagogischen und didaktischen Ansprüchen der Grundschularbeit zu überprüfen. Offener Unterricht - Projektunterricht - Arbeitsgemeinschaften mit Computereinsatz erfordern bei zielkongruenter Unterrichtsvorbereitung eine umfassende Kenntnis und Praxiserfahrung der vielfältigen Möglichkeiten des neuen Unterrichtsmediums.Der didaktisch - methodische Begründungszusammenhang für den Computereinsatz sollte aber nicht unmittelbar aus der Multifunktionalität abgeleitet werden, sondern umgekehrt ist ausgehend von der Lernzielsetzung zu hinterfragen, welchen Beitrag der Computer bei der Lernzielumsetzung zu leisten vermag. Nicht das Unterrichtsmedium bestimmt die Zielsetzung, sondern die Zielsetzung bestimmt das Unterrichtsmedium.

Es wird i.F. versucht, einen Überblick über ein paar Funktionsmöglichkeiten des Computers in der Grundschule außerhalb des Einsatzes von Lernsoftware zu geben, konkrete Unterrichtshinweise geben die Projektberichte der einzelnen MMI-Pilot-Grundschulen.

Schreibwerkzeug: Textproduktion

Der Computereinsatz zur Textproduktion führt durch die graphomotorische Entlastungen gegenüber dem handschriftlichen Schreiben zu einer umfangreicheren Textproduktion und einer fehlerreduzierten Schreibweise. Die Bewusstmachung der Buchstabenfolge der einzelnen Wörter für die Zuordnung von Buchstaben und Computertasten dient der für die Rechtschreibung erforderlichen Laut-Buchstaben-Zuordnung. Die Verlangsamung des Schreibflusses durch die Synthese der Wortstrukturen und durch die entsprechenden Zuordnungen geht häufig einher mit einer strukturierteren und bewussteren Textproduktion. Das deutliche Schriftbild hilft insbesondere leistungsschwächeren Schülern bei der Fehlerkorrektur. Schriftbild, schnelle Fehlerkorrekturmöglichkeit , Verschiebbarkeit von Textelementen, optische Gestaltungsvielfalt, und die Verfügbarkeit der individuellen Textproduktion für andere Verwendungen erzeugen bei den Schülern eine hohe Motivationsbereitschaft zur Textproduktion. Unter Verfügbarkeit ist hier und i.F. u.a. sowohl die Abspeicherung verbunden mit dem Zugriff auf die Abspeicherung als auch die Ausgabe über einen Drucker zu verstehen.
Aber das zeitraubende Suchen der Buchstaben auf der Tastatur kann zu Produktionshemmung bzw. Motivationsverlust führen. Eine möglichst frühe Einführung des Tastaturschreibens scheint daher angebracht.

Unterrichtliche Anwendung und Einbindung:

Die Textproduktion mit Hilfe des Computers findet Anwendung bei vielfältigen Schreibanlässen: Aufsätze, Gedichte, Briefe für Schneckenpost und Email, Berichtsblätter im Sachunterricht und von Schulfahrten, Schülerzeitung, Homepage usw. Der Erwerb entsprechender Kompetenzen sollte möglichst frühzeitig in Klasse 1 beginnen und in den folgenden Klassen im Kontext zu den unterschiedlichen Anwendungsprodukten fortgesetzt werden. Die Textproduktionen lassen sich in offenen und projektbezogenen Unterricht sowie in Arbeitsgemeinschaften integrieren.

Bearbeitungswerkzeug: Bildproduktion

Der Computereinsatz zur Bildproduktion ermöglicht mit Hilfe von Grafikprogrammen nicht nur eine Vielzahl von kreativen Gestaltungsmöglichkeiten der herkömmlichen Art sondern insbesondere durch die Digitalisierung eine Vielzahl neuer Bearbeitungsmöglichkeiten. Die über Malprogramme, Digitalkamera oder Scanner erzeugten digitalisierten Bilder lassen sich u.a. vielschichtig retuschieren, verzerren, spiegeln, stufenlos nach Form, Farbe, Größe verändern usw. Die einfache Handhabung der Bearbeitungstechniken, die schnelle Revidierbarkeit einzelner Arbeitsschritte und die Abspeicherungsmöglichkeit jedes Bildzustandes, somit das Experimentieren ohne der Zerstörung der Arbeitsergebnisse und wiederum die Verfügbarkeit der individuellen Bildproduktion für andere Anwendungen erzeugen gerade auch bei Grundschülern eine hohe Motivationsbereitschaft gegenüber dem Computereinsatz.

Unterrichtliche Anwendung und Einbindung:

Die Bildproduktion mit Hilfe des Computers findet Anwendung nicht nur in freier kreativer Gestaltung im Kunstunterricht sondern vor allem auch insbesondere in der Kombination von Text und Bild in den bereits unter dem Stichwort Textproduktion aufgeführten Beispielen. Während die für die Textproduktion erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten möglichst frühzeitig erarbeitet werden sollten, somit also ab Klasse 1, kann dieses auch für den Umgang mit den reinen Malprogrammen gelten. Mit der vielfältigen Bildbearbeitung sollte man eventuell erst ab Klasse 3 beginnen, vielleicht sogar als ein Differenzierungsangebot für ein paar Spezialisten. Die Bildproduktion lässt sich in offenen und projektbezogenen Unterricht sowie in Arbeitsgemeinschaften integrieren.

Gestaltungswerkzeug: Autorensysteme

Während bei der Bildbearbeitung unbewegliche Bilder produziert werden, lassen sich mit Autorensystemen vielfältige Bewegungsabläufe sowohl visueller als auch auditiver Strukturen zwischen einzelnen Bild- und Textsequenzen erzeugen. Manche Lernprogramme sind Produkte von Autorensystemen. Die für eine erfolgreiche Handhabung von Autorensystemen erforderlichen Technikkompetenzen und Organisationskompetenzen weisen einen sehr hohen Komplexitätsgrad auf und sind nicht vom Grundschüler allein, sondern nur im Zusammenwirken mit einem Lehrer adäquat umsetzbar.

Unterrichtliche Anwendung und Einbindung:

Die Multimedia-Applikationen finden Anwendung bei der Repräsentation von Projektergebnissen mit Hilfe des Computers und insbesondere auch zur Repräsentation mit Hilfe einer CD. Die dazu erforderlichen speziellen Handlungskompetenzen sind sicherlich nicht als für alle Schüler verbindliche Kompetenzen zu betrachten, sondern eher als ein Angebot für leistungsstärkere Grundschüler ab Klasse 4 zu sehen. Die Anwendung von einem Autorensystem lässt sich ab einem gewissen Ergebnisanspruch nicht im offenen Unterricht, sehr schwierig nur in einem projektbezogenen Unterricht, am günstigsten aber in einer längerfristigen Arbeitsgemeinschaft realisieren.

Spielwerkzeug: Computerspiele

Wenn Schule sich der geänderten kindlichen Lebenswelt stellt, - und Computerspiele gehören zur Lebensrealität vieler Kinder - so muss Schule akzeptieren, dass auch Computerspiele einen sinnvollen pädagogischen Ansatz darstellen können. Prinzipiell kommen nicht unbedingt die Spiele in Betracht, die gerade "in" sind, sondern jene, die sich zur Förderung von Kompetenzen eignen. Beim Einsatz von pädagogisch relevanten Computerspielen werden allgemeine, motorische und kognitive Kompetenzen wie Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsgeschwindigkeit, optisches Diskriminieren usw. erworben und eingeübt.

Unterrichtliche Anwendung und Einbindung:

Entsprechend geeignete Computerspiele ( Memory, Tetris, Schach usw.) für den Erwerb und die Erweiterungen von obigen Kompetenzen lassen sich sicherlich ohne Bedenken in differenzierende und offene Unterrichtsphasen integrieren, eine Einbeziehung der übrigen Computerspiele ist aus medienerzieherischer Perspektive nicht sinnvoll.

Werkzeug zur Informationsbeschaffung

Mit Hilfe des Computers können Daten bzw. Informationen aller Art in einer früher unvorstellbaren Geschwindigkeit an Hand entsprechender CDs oder direkt aus dem Internet recherchiert werden. Während CDs bereits auf bestimmte Themen zugeschnitten sind, bietet die Informationssuche im Internet eine Vielfalt , die ein Lexikon oder eine Fachbuchsammlung nicht erreichen kann. Damit nun aber insbesondere Grundschüler nicht hilflos einer unüberschaubaren Fülle von didaktisch nicht aufbereiteten Informationen gegenüberstehen, müssen sie über einige wesentliche Kompetenzen in der Informationsauswahl verfügen. Diese allgemeinen Beurteilungskompetenzen im Zusammenhang mit Informationsbearbeitungskompetenzen kommen über die Computernutzung hinaus auch bei jeglicher Art der Informationsbeschaffung über andere Informationsquellen zum Tragen und sind mit einer bewussten auf die jeweilige Zielsetzung ausgerichteten Medienauswahl zu verknüpfen.

Eine wesentliches Element der Recherche im Internet stellen die sogenannten Suchmaschinen dar, die nach Eingabe eines Suchbegriffes einen Bruchteil der Seiten im WWW auf das Suchkriterium hin abfragen und eventuell auch noch die Suchergebnisse ordnen nach der Relevanz der Dokumente für den Suchbegriff. Leider werden viele von Grundschulen publizierte informative Webseiten von Suchmaschinen nicht erfasst, da Titelangabe, Metadescription , Metakeywords und Bodytext nicht den Suchprinzipen der Suchmaschinen entsprechen. Außerdem existieren noch keine direkt auf alle Erfordernisse von Grundschulen adäquat konzipierte Suchmaschinen.

Unterrichtliche Anwendung und Einbindung:

Mit Hilfe von Suchmaschinen lassen sich Informationen recherchieren u.a. über Zugfahrpläne usw. im Zusammenhang mit Anwendungsaufgaben im Mathematikunterricht, über die verschiedensten Themen im Zusammenhang mit dem Sachunterricht (inzwischen sind fast alle Inhaltsbereiche abgedeckt), über den Zielort bei Schullandheimaufenthalten, über Partnerschulen für einen E-Mail-Austausch, über die Beteiligungsmöglichkeiten an Projekten anderer Grundschulen usw. Zur Frustvermeidung bei einer zielgerichteten Recherche mit Hilfe von Suchmaschinen im Unterricht empfiehlt sich eine Vorrecherche durch den Lehrer und eine Veröffentlichung der Links geeigneter Fundstellen auf einer Webseite der Grundschule, um gegebenenfalls darauf zurückgreifen zu lassen. Da eine erfolgreiche Recherche über Suchmaschinen eine Vielfalt von komplexen Kompetenzen erfordert (aber auch fördert) ist sie frühestens ab Klasse 3 in den Unterricht einzubeziehen. Die Informationsbeschaffung mit Hilfe von Suchmaschinen ist in offenen und projektbezogenen Unterricht integrierbar.

Werkzeug zum Publizieren

Das Internet bietet die Möglichkeit Ergebnisse eigener Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Leider nutzen viele Grundschulen diese Möglichkeit bisher im wesentlichen nur, um sich selber darzustellen, nur wenige Internetseiten lassen sich als schülereigenen Produktionen identifizieren. Das mag zum einen mit einem auf Perfektionismus angelegten Darstellungsintention unter Einsatz nicht schüleradäquater Software und unter Einbeziehung schulfremder Webmaster - eventuell ausgelöst durch diverse Wettbewerbe von bildungspolitischer und kommerzieller Seite um die beste Homepage - begründet sein, zum anderen aber in der hohen Komplexität der erforderlichen Kompetenzen.
Textproduktion, Bildbearbeitung, Kombination von Text und Bild und anderen visuellen und auditiven Elementen, Einbeziehen von Ordnungsstrukturen, Einbindung von Links und schließlich die Übertragung ins Netz erfordern eine hohe technische Handlungskompetenz. Einige wenige Praxisbeispiele weisen allerdings nach, dass die hierzu erforderlichen technischen Fertigkeiten in einem eingeschränkten Umfang von Grundschülern erlernbar sind. In Abweichung vom Paradigma des Perfektionismus der Selbstdarstellung von Schule nach außen ist die Veröffentlichung der Schülerergebnisse lernzielrelevant. Ob allerdings der Erwerb der vielschichtigen Technikkompetenz eine für alle Grundschüler erstrebenswerte Kompetenz beinhaltet, ist zumindest dann zu hinterfragen, wenn die Schüler nicht in der Lage sind, die Webseite mit interessanten Inhalten zu füllen. Allerdings weisen das eigenständige Publizieren im Internet und die damit verbundene Zugangsmöglichkeit für andere Leser u.a. auch Partnerklassen bzw. der konkrete Adressatenbezug eine hohe Motivationskraft für den Kompetenzerwerb auf.

Unterrichtliche Anwendung und Einbindung:

Das Erstellung von Internetseiten und deren Publizierung durch Grundschüler findet Anwendung u. a in Form von Ausschreibung und Teilnahme von Projekten z.B. Fortsetzungsgeschichten, in Form von Repräsentation von Lernergebnissen (statt im Heft oder in der Mappe lieber gleich im Internet), in Form von Schülerzeitung, von Information über Lieblingsbücher aus der Schülerbücherei, von Musikcharts, von Berichten aus dem Schulleben usw. Die hohe Komplexität der erforderlichen Kompetenzen für das Erstellen und Publizieren von Webseiten scheint nur leistungsstärkeren Schülern der Klasse 4 angemessen zu sein, während sich jedoch alle Schüler ab Klasse 3 in Teilbereichen lerneffektiv beteiligen können. Erstellen und Publizieren von Internetseiten lässt sich in einen sehr offenen Unterricht unter vielen Vorbehalten integrieren, angemessener ist der projektorientierte Unterricht und ideale Voraussetzungen bieten Arbeitsgemeinschaften.

Werkzeug zum Korrespondieren und Kooperieren

Mit Hilfe von E-Mails können Nachrichten und andere visuelle und auditive Dateien über das Internet weltweit, mit hoher Geschwindigkeit und zu niedrigen Kosten ausgetauscht werden. Entsprechende E-Mailpartner sind über spezielle Listen oder über Internetseiten von Grundschulen zu finden. Die für das Schreiben, Absenden und Empfangen benötigten Kenntnisse und Fertigkeiten erfordern dank der einfach zu bedienenden Programme keine besonderen Kompetenzen von den beteiligten Schülern, die E-Mailtechnik ist daher auch für Grundschüler sehr schnell erlernbar. Das schnelle Verfassen von E-Mails , bei der die äußere Form häufig keine Rolle spielt, - obwohl sich immer wieder einzelne Schüler zu einer besonders bunten Gestaltung verführen lassen, - und die Nähe zur mündlichen Sprache gehören zu den Motivationsträgern für die Schüler. Der Austausch von E-Mails im Klassenverband von Klasse zu Klasse oder im Einzelfall von Schüler zu Schüler ist verknüpft mit lernrelevanten Aspekten wie z.B. realer Schreibanlass, Eingehen auf einen konkreten Partner, Offenheit gegenüber von Gleichheit und Verschiedenheit von weltweiten Partnern usw. und trägt somit auch zu interkulturellem Lernen bei. Der Austausch von E-Mails ermöglicht eine Kooperation bzw. eine gemeinsame Lerngemeinschaft zwischen regional entfernten Schulklassen bezüglich eines gemeinsam vereinbarten Unterrichtsprojektes. Leider wird der E-Mailaustausch zwischen Schülern häufig sehr lasch gehandhabt. Er erfordert genaue Absprachen und deren Einhaltung, sollte aber nicht von zu starkem schulischen Druck begleitet werden, wenn es bei den Schülern nicht zu Frust und Motivationsverlust führen soll. Trotzdem sollte aber der E-Mailaustausch über die Schuladresse aus vielerlei anderen Gründen unter der ständigen Kontrolle durch den Lehrer stehen.

Unterrichtliche Anwendung und Einbindung:

Die unterrichtliche Anwendung liegt zum einen in dem Schreiben von Briefen, zum anderen im Austausch unterschiedlicher Informationsdarstellungen zu konkreten Lerninhalten und in einer Projektbeteiligung. Das Arbeiten mit E-Mails lässt sich in einem sehr begrenzten Umfang ab Klasse 2 realisieren. Die unterrichtliche Umsetzung ist je nach Intention des E-Mailaustausches in den offenen und projektbezogenen Unterricht sowie in Arbeitsgemeinschaften integrierbar, wird gelegentlich sogar unter Eigenverantwortung gewissenhafter Schüler in die Pausenzeiten integriert.

Das Internet bietet als eine weitere Kommunikationsmöglichkeit den Chat als eine synchrone schriftliche Kommunikation zwischen mehreren Teilnehmern an verschiedenen Orten. Da öffentliche Chaträume von diversen Schreiberlingen mit abstrusen Inhalten und Formulierungen genutzt werden, kommunizieren immer mehr Schulen über Chatträume von Bildungsinstitutionen oder freien Anbietern, die gute Auslastung der Chats weist auf ein spezielles Bedürfnis hin. Zusehends richten sich immer mehr Grundschulen spezielle Chaträume mit Zugangssperren ein. Die Kommunikation per Chat kommt gegenüber dem Emailaustausch im Bereich der Grundschule kaum zum Tragen und bildet er die Ausnahme. Die für das Chatten erforderlichen Kompetenzen sind sehr leicht erlernbar, aber das parallele Ablaufen der Informationsstränge stellt sehr hohe Anforderungen an Konzentration und strukturelle Auffassungsgaben, Textpassagen sind umzuordnen, häufig sind Antworten auf länger zurückliegende Textpassagen zu formulieren. Der Konzentrationsanspruch und der Umordnungsprozess wachsen überproportional mit der Größe der Teilnehmerzahl. Genau Absprachen und farbliche Strukturierungshilfen können das Chatten erleichtern. Trotz einer hohen Komplexität für ein erfolgreiches Chatten geht vom Chatten auch für Grundschüler eine hohe Motivationskraft aus. Der Versuch der schnellen Antwort wegen des sonst drohenden Verlustes des Bezugsgeflechtes führt zu vielen Rechtschreibfehlern und zu sehr kurzen und einfachen Satzkonstruktionen, der Erwerb von allgemeinen kommunikativen Kompetenzen erscheint zumindest fragwürdig. Andererseits werden Schreiben und Lesen in einem sinnvollen Kontext angewendet. Im außerschulischen Bereichen nutzen aber bereits Grundschüler - und hier insbesondere Mädchen - öffentliche Chaträume im Internet und von daher macht es vielleicht doch einen Sinn sich auch unterrichtlich mit dem Chatten zu befassen.

Unterrichtliche Anwendung und Einbindung:

Das Chatten im Internet vermag bei Nutzung eines Chatraumes mit Zugangssperre und bei genauen Absprachen und entsprechenden Strukturierungshilfen einen gewissen Beitrag zur Erweiterung der Kommunikationskompetenz leisten bei zielgerichtetem Informationsaustausch über einen bestimmten Sachverhalt (vergleichbar einem Telefongespräch), bei Ratespielen usw. Wegen der hohen Anforderung an Konzentration, an Umstrukturierung, an die Schreibgeschwindigkeit und die nervliche Belastung ist das Chatten für Unterrichtszwecke erst ab Klasse 4 zu empfehlen. Chatten lässt sich in einen offenen und projektbezogen Unterricht aber eher wohl noch in eine Arbeitsgemeinschaft integrieren.

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Projekte der MMI-Pilotgrundschulen

GS Emlichheim

Informationsbeschaffung aus dem Internet

Das Recherchieren im Internet lässt sich nicht an einem bestimmten Projekt festmachen. Es ist eine Form der Informationsbeschaffung, die vielfältig in unterschiedlichen Unterrichtssituationen integriert ist. Recherchiert wurde im Mathematikunterricht ( z.B. nach Fahrplänen, Entfernungsangaben, Kantenmodellen usw.), im Deutschunterricht (z.B. nach Schüleraufsätzen, nach Kinderbüchern, Kinderbuchautoren usw.), im Sachunterricht (z.B. nach Zahlen und Fakten aus der Gemeinde und den Nachbarorten, nach erdkundlichen Begriffen, nach Haustieren und Pflanzen usw.) und zur Vorbereitung der Schullandheimaufenthalte nach den jeweiligen Zielorten. Im Gegensatz zu einer Recherche mittels eines Fachbuches oder einer CD, deren Daten bereits auf bestimmte Themen zugeschnitten sind, erfordert die adäquate Nutzung der unaufbereiteten Internetinformationen von den Schülern komplexe Handlungskompetenzen: Kenntnis von Suchstrategien, Verstehen und Bewerten von Information und eine Kombination von Text- und Bildelementen entsprechend der Aufgabenstellung. Zunächst einmal müssen die Schüler also über zieladäquate Suchstrategien bei der Eingabe hinreichend konkretisierter Suchbegriffe verfügen. Dann stellt das Verstehen und Bewerten der Kurzinformationen zu den häufig auch noch sehr zahlreichen Treffern hohe Ansprüche an kognitive Kompetenzen. Zudem sind die meisten Treffer nicht zieladäquat, so verbergen sich hinter dem Suchbegriff "Katze" nicht nur vierbeinige sondern auch zweibeinige Exemplare. Und schließlich müssen auch noch zu viele rein für Erwachsene geschriebene Seiten, die zum Teil schwerverständlich sind, unter erhöhten Anforderungen an die Lesefertigkeit überprüft werden, um so schließlich an die gesuchten Informationen zu gelangen.

Häufig erweist sich die gezielte Suche nach grundschulspezifischen Informationen über herkömmliche Suchmaschinen als uneffektiv und als demotivierend. Eine sinnvolle Alternative bilden die Metasuchmaschinen, wie z.B. MetaGer, die mehrere Suchmaschinen parallel abfragt und alle Treffer in einer Rangfolge nach einer vermuteten Trefferrelevanz darstellt. Aber auch diese Metasuchmaschinen lösen nicht die grundsätzliche Problematik. Dazu könnte eine grundschulspezifische Suchmaschine beitragen.

In diesem Zusammenhang wird immer wieder positiv die Suchmaschine "Blinde Kuh" erwähnt. Sie überprüft allerdings nur die Webseiten, die die Redakteure in den Datenbestand übernommen haben. Der interessierte Leser mag den begrenzten Datenbestand durch die Suchanfrage nach Inhalten aus dem Sachunterricht, wie z.B. "Deiche", überprüfen.

Aus den Erfahrungen der Schüler und der beteiligten Kollegen sind Konsequenzen abzuleiten: Ein wesentliches Element der Vorbereitung auf einen die Internetrecherche integrierenden Unterricht ist die Vorrecherche durch die Lehrkräfte. Das beinhaltet auch die Erstellung einer entsprechenden Webseite als eine Orientierungshilfe für die Schüler. Ihnen sollte aber trotzdem zusätzlich auch der Zugriff auf Suchmaschinen ermöglicht werden. Die Vorrecherche und die entsprechend aufbereitete Webseite bewahren die Schüler vor zu großen Enttäuschungen und die Nutzung des Internets kann zieladäquater erfolgen.

Zu ergänzen ist noch, dass die Schüler in Arbeitsgemeinschaften bei eigenständiger Recherche nach Internetspielen, nach ihren Idolen usw. stets hochmotiviert und erfolgreich sind.


Schüler publizieren im Internet

Das Publizieren im Internet bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse eigener Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Diese Gelegenheit nutzen inzwischen viele Grundschulen, aber die überwiegende Mehrheit aller Homepages ist von einzelnen Lehrkräften erstellt worden und nur in ganz seltenen Fällen von Schülern. Das mag zum einen im Streben nach Perfektionismus und zum anderen in der hohen Komplexität der erforderlichen Kompetenzen begründet sein. Trotzdem sollten innerhalb unseres Projektes Schüler zunächst in Arbeitsgemeinschaften lernen, Internetseiten selbständig zu erstellen. Als Anwendungsbeispiele wurden gewählt:

  • Persönliche Vorstellung, um einen E-Mail Partner zu finden.
  • Berichte aus dem Unterricht und dem Schulleben, um andere Schüler zu informieren.
  • Aufsätze zur Steigerung des Selbstwertgefühles(?)
  • Fortsetzungsgeschichten, um mit anderen Grundschulen zu kooperieren.
  • usw.

Aber das selbständige Erstellen von Internetseiten stellt keine leichte Aufgabe dar. Da das Erlernen der HTML-Sprache oder der Umgang mit professionellen Programmen kein Unterrichtsziel für Grundschüler sein kann, wurde das auch für Grundschüler relativ einfach zu handhabende Frontpage Express Programm eingesetzt. Die Schüler lernten das Einbinden von farbigen Hintergründen bzw. Hintergrundbildern, von farbigen Textelementen, von Grafiken, von Links usw. Dabei erwarben sie nicht nur die verschiedenen technischen Fertigkeiten, sondern mußten auch grafische Gestaltungskriterien beachten wie z.B. Lesbarkeit der Schrift auf farbigen Hintergrund, Raumaufteilung von Text und Grafik. HTML-Programme mit echten drag&drop - Funktionen würden das Platzieren und Verschieben von Text- und Grafikelementen wesentlich erleichtern. Die schulinterne Verlinkung, die Korrektur der HTML-Befehle und die Übertragung per FTP ins Netz blieb dem Projektleiter überlassen.

Das Erstellen der Internetseiten erwies sich als ein zeit- und nervenaufreibendes aber lohnendes Unterrichtsvorhaben. Meines Erachtens lohnt sich dieser Aufwand immer wieder, denn die Schülerarbeiten können sich sehen lassen, wenn keine besonderen Ansprüche an Perfektionismus gestellt werden.

Aus vielfältigen Gründen wird das eigenständige Erstellen von Internetseiten durch unsere Grundschüler auch in Zukunft Bestand haben, die Integration in eine offenere Unterrichtskonzeption ist leistbar.


Bilingualer Austausch über eine gemeinsame Web - Plattform

Im Zeichen der Europäisierung von Bildung suchen immer mehr deutsche Grundschulen Kontakte in europäischen Ländern. Diese Kontakte dienen dem besseren Verständnis gegenüber fremden Kulturen und sollen helfen gegenseitig Vorurteile abzubauen. Unsere Grundschule strebte neben dem Informationsaustausch auch einen Schülerausstausch mit einem europäischen Partner an. Unter dieser Prämisse recherchierte der Projektleiter im Internet auf Grund unserer Grenznähe zu den Niederlanden nach einem Partner in den Niederlanden. Die Suche über schulweb.de war ergebnislos über scholenlijst.nl jedoch sehr ergiebig. Aber unsere Versuche der Kontaktaufnahme über E-Mails erbrachte keine positiven Ergebnisse, die Sprachbarriere erschien zu groß. Der Besuch von Informationsveranstaltungen unter dem Thema "Internet in Europa" von der Uni Twente und auch vom Europateam für den Schulbereich des Regierungsbezirkes Weser - Ems erbrachte zwar Kontaktgespräche mit "Vermittlern" aber keine Realisation. Unser Projekt schien damit mit Beginn der Sommerferien 2000 endgültig zum Scheitern verurteilt zu sein.

Durch Vermittlung einer Grundschule in dem nahen niederländischen Grenzort Coevorden kam es zu Kontakten zur Dr. Picardtschool Coevorden und zur Verabredung eines gemeinsamen und bilingualen Internetprojektes. Der Projektleiter der betreffenden Grundschule verfügt über deutsche Sprachkenntnisse, die niederländischen Schüler jedoch nicht. Inzwischen wurde eine erste gemeinsame Homepage auf dem Nibisserver erstellt, zu dem beide Schulen über FTP gemeinsam Zugriff haben. Das erscheint uns als eine interessante Variante und als eine Herausforderung an die Kooperationsfähigkeit beider Projektleiter.

Vereinbarte Zielvorstellungen:

  • Persönliche Vorstellung der Schüler im Internet in der jeweiligen Landessprache
  • Partnerwahl nach den Angaben auf den Schülerseiten: Die niederländischen Mädchen suchen sich ein deutsches Mädchen aus, entsprechend umgekehrt bei den Jungen. Das erfordert eine erste Übersetzungsleistung von den Schülern.
  • E-Mail- Austausch zwischen den Partnern in der Landessprache.
  • Gemeinsame Gestaltung der Partnerseiten
  • Publizieren von zweisprachigen Arbeitsblättern, Rätseln usw. durch die Projektleiter
  • Bildung von Spracharbeitsgemeinschaften mit Hilfe sprachkundiger Eltern
  • Abbau von Sprachhemmungen über gemeinsames Chatten
  • Gegenseitiger Besuch interessierter Lehrkräfte und Eltern soll vor den Sommerferien 2001 in einem zunächst eintägigen Schüleraustausch münden.

Das Projekt ist langfristig angelegt, weitere Ergebnisse oder Wertungen liegen leider wegen des sehr späten Starts des Projektes noch nicht vor.

Präsentation einer Unterrichtseinheit mit dem Autorensystem Mediator 5.0

Autorensysteme (wie beispielsweise Mediator ) sind spezielle Programme, mit denen man:

  • Texte, Grafiken aller Art, Videos, Klänge usw. auf einzelnen Seiten einbinden und mittels unterschiedlicher Aktionsabläufe verknüpfen kann,
  • Übergänge zwischen den einzelnen Seiten durch vielfältige Ereignisaktionen steuern kann
  • und Präsentationen mit allen erdenklichen Variationsmöglichkeiten auf CDs speichern und auch ins Internet übertragen kann.

Viele Lernprogramme basieren auf Autorensystemen. Bei dem nach dem WYSIWYG- Prinzip (What You See Is What You Get) konzipierten Autorensystem Mediator sind alle Einzelelemente und Ereignisaktionen durch "Drag and Drop" per Maus zusammenzustellen. Die erforderlichen Bedienungselemente sind leicht erlernbar und stellen auch an Grundschüler keine unüberwindbaren Anforderungen.

Die in der Unterrichtseinheit "Emlichheim früher" gesammelten Text- und Bildvorlagen werden von Schülerinnen der 4. Klasse innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft nach und nach in die vom Projektleiter vorgegebene Grundstruktur eingearbeitet. Die für die einzelnen Seiten und deren Verknüpfungen erforderlichen Ereignisaktionen gestalten die Schülerinnen selbständig, ausdauernd und äußerst kreativ. Das ganze Projekt ist aber sehr zeitaufwendig, u.a. müssen die Ereignisaktionen fortlaufend getestet werden, z.B. etwa bei der Synchronisation von animierten Grafiken und der Sprachausgabe usw. Es werden erhöhte Anforderungen an Konzentration und Ausdauer der Schülerinnen gestellt. Da in den 4.Klassen dieses Unterrichtsthema nicht zeitgleich bearbeitet wird, ist es noch nicht beendet sondern wird fortgesetzt. Unter Vorbehalten kann das Erstellen einer Präsentation mittels des Autorensystems Mediator für eine Arbeitsgemeinschaft im 4. Schuljahr empfohlen werden.

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Joseph-Tiesmeyer-Schule, Emsbühren

Dreizügige Grundschule, z.Zt. noch als Volle Halbtagsschule geführt. 283 SchülerInnen, 18 LehrerInnen. Der Einzugsbereich der Schule ist überwiegend ländlich strukturiert. Gemeinsam mit einer Sonderschule L in einem Gebäude untergebracht.Aus dieser Situation heraus ergeben sich Möglichkeiten der Kooperation.

1. Projekt "Freundschaften über Grenzen"

Die Gemeinde Emsbüren hat eine Partnerschaft mit der Gemeinde Losser in den Niederlanden. In der Gemeinde Losser gibt es zwei Grundschulen, eine im Ortsteil Losser und eine weitere im Ortsteil De Lutte.
Erste Gespräche zur Gründung einer Schulpartnerschaft zwischen der St. Plechelmusschool in De Lutte und unserer Schule fanden 1995 statt. Gemeinsam wurde versucht mit Unterstützung der Schulträger und Förderprogrammen der Euregio und der Ems-Dollart-Region (EDR) in den jeweiligen Schulen Computer anzuschaffen. Mit den Computern und den entsprechenden Nachrichtenverbindungen sollten Kontakte zwischen den Schulen möglich werden.
Weiterhin war an gemeinsame Projekte mit schulischen Themen ("So lernen wir Schreiben") und dem Bereich Umweltschutz ("Unser Wald ist krank") gedacht.
Ein weiterer wichtiger Bereich der Zusammenarbeit sollte der Erfahrungsaustausch über die integrative Beschulung von lernbehinderten SchülerInnen in der Regelgrundschule sein, da die St. Plechelmusschool zur gleichen Zeit ein diesbezügliches Projekt startete. In diesen Erfahrungsaustausch war die Hermann-Gmeiner-Schule, eine Sonderschule L, die mit unserer Schule gemeinsam in einem Gebäude untergebracht ist, einbezogen. In den Jahren 1995 bis 1999 fanden gegenseitige Besuche der Schulleitungen, der Kollegien, Elternvertretern und Schülergruppen statt. Dabei besuchten allerdings Vertreter und Abordnungen unserer Schule weitaus häufiger die St. Plechelmusschoool als umgekehrt.
Die Anschaffung von Computern, insgesamt sieben Geräte, erfolgte nur in unserer Schule. Die Ausstattung der St. Plechelmusschool mit Computern erlaubte es lediglich E-Mails über ältere Rechner auszutauschen, die den SchülerInnen sporadisch zur Verfügung standen. Bemühungen unsererseits eine andere Schule zu finden, um unser Projekt durchführen zu können, scheiterten bisher.
Auch die Unterstützung des Beauftragten für europäische Angelegenheiten bei der Bezirksregierung Weser-Ems brachte keinen Fortschritt.

Eine neue Perspektive zur Entwicklung eines Projektes "Freundschaften über Grenzen" ergibt sich für unsere Schule seit Anfang November 2000. Wir haben neuerdings Kontakt mit der "Rinkabyholmskola", Rinkabyholmsvägen 68, S 39233 Kalmar in Schweden. In E-Mails sprachen wir zunächst ab, selbstgemachte Videos über unsere Schulen auszutauschen. Weiterhin malen die SchülerInnen beider Schulen Bilder, die mit der Schule, dem Unterricht oder dem Heimatort zu tun haben. Diese Bilder werden wenn möglich gescannt und auf elektronischem Wege ausgetauscht. Sicher werden wir den seit Beginn des Schuljahres neu eingeführten Englischunterrichtes mehr und mehr in den Austausch mit einbringen können und somit bei bestimmten Themen in Englisch kommunizieren können.
Weitere gemeinsame Vorhaben sind angedacht. Für den Sommer 2001 plant die Schulleitung unserer Schule einen Besuch in Schweden.

2. Einbindung des Computerlernens in den Lernplan

1./ 2. Schuljahr

Erstes Kennenlernen an älteren Rechnern in den Klassen, dann die parallele Weiterführung im Computerraum.

Äußere Bedingungen:

Ausstattung des Computerraumes kennenlernen, damit bestimmte Regeln den Schülern notwendig erscheinen und auch eingehalten werden können.

Hardwarebegriffe erläutern: Monitor, Tastatur, Laufwerke, Festplatte, PC-Tower CD - 3,5 Zoll Diskette (Unterschiede, Besonderheiten, Weiterentwicklung zu DVD, Handhabung, do's and dont`s)

Bedienung der Geräte: - anstellen - ausstellen unterschiedlicher Rechner - anmelden mit Benutzername und Kennwort am NT-Server - Laufwerke; einlegen von Disketten - CD´s - Tastatur: Shifttaste, Leertaste, Endetaste, Entertaste, Deletetaste, Backspacetaste, Num Lock - Maus

Programme:

Lernspiele: Übungen zur Tastatur (MS-tex als shareware), zur Handhabung der Maus und einzelnen Tasten. Umgang in WORD mit einfachen Elementen der Textgestaltung wie Schriftart, -größe und evtl. -farbe um ein Deckblatt für ein U.- fach anzufertigen, Arbeitsblätter zu erstellen oder zu bearbeiten. Umgang mit PAINT, CLIPART-GALERIE um Briefbögen oder Schulzeitungsartikel zu gestalten.

Lernprogramme: Parallel zu Unterrichtsinhalten (MA, DE, SU). Zu jedem Computerkurs sollen die Schüler eine Arbeitsmappe führen mit folgenden Seiten: Deckblatt zum Computerkurs, Arbeitsblätter, Übersicht "Mein Computerblatt" zu begonnenen Lernspielen.

3. Schuljahr:

Bedienung der Geräte:

  • Laufwerke kennen und ihre Laufwerkskennzeichnung a:, c:, d: benennen können
  • Laufwerke: starten von Programmen (Autostart oder Menü: Start, Programme, Windows-Explorer, anwählen der gesuchten Datei)
  • Maus: Funktion der rechten Maustaste (Kontextmenü) - speichern; anlegen einer eigenen Diskette - drucken;
  • einstellen der Lautstärke bei Multimediaprogrammen

Programme:

Lernprogramme: Parallel zu Unterrichtsinhalten (Briefe erstellen, Beschreibungen)

Förderprogramme nach Absprache mit der Fachlehrkraft

Erweiterte Textverarbeitung: WORD, Texte schreiben in vorgegebenen Layouts ??? Texte schreiben und z.T. nach eigenen Wünschen formatieren.

Internet:

Entstehung und Aufbau des Internets erklären (Erfindung des amerikanischen Militärs, "telefonieren mit Computern", weltweites Netz)

Internet Explorer

Zugang

  • über vorgegebene Suchmaschinen (Blindekuh und metager) - eingeben von Adressen (z. B. Fahrplanauskünfte der DB)
  • sich in kindgerechten Chatrooms (Kidsweb, Pixelkids) kurzschließen, um die Faszination des Mediums Internet begreifen zu können
4. Schuljahr

Bedienung der Geräte:

  • installieren von Programmen
  • scannen
  • unterschiedliche Drucker anwählen

Programme:

Lernprogramme:

Parallel zu Unterrichtsinhalten;

Förderprogramme nach Absprache mit der Fachlehrkraft.

Textverarbeitung WORD, erweitert (Absatzformatierung, Symbolleisten Standard und Format, Tools wie Trennhilfe, Rechtschreibhilfe, Thesaurus)

Internet:

E-Mails abrufen und beantworten;

Informationen zu Unterrichtsinhalten sammeln und in ansprechender Form zusammenstellen.

Projekte bzw. Elemente zu Projekten (DE, SU, RU usw.) erstellen, die in den Unterricht mit einfließen können.

In kindgerechten chatrooms zu bestimmten Themen Fragen bearbeiten, um dann verschiedene Lösungen oder auch Meinungen vorzustellen.

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GS Hainbundschule, Göttingen

1. Die Hainbundschule als Projektschule der MMI

Im Jahr 1999 fing alles an. Zur Projektschule wurden wir nach einer Bewerbung im Februar `99 ernannt. Die 4 Computer und der Server waren eher da, als die Bekanntgabe durch die zuständige Behörde. Die Installation der ISDN-Leitung, das Einrichten der Computer und deren Vernetzung erfolgte dann im April.

Die LehrerInnen des MMI-Teams wollten für die tägliche Arbeit mit dem neuen Medium keinen "Computerraum". So wurden die vorhandenen Geräte in zwei Gruppenräume in verschiedenen Trakten der Schule verteilt. Die dafür notwendigen Anschlüsse und die Vernetzung der Computer musste von der Stadt Göttingen geleistet werden. Zahllose Telefonate, nicht eingehaltene Termine und Absprachen, ständiges Vertrösten oder Achselzucken hatten bei den LehrerInnen - aber auch bei den mitarbeitenden Eltern - ein gehöriges Maß an Frustration ausgelöst. Hinzu kamen ständig durchschimmernde Vorwürfe der Stadt, dass "das alles viel zu teuer" wird und "die Stadt doch kein Geld hat"! Schließlich wurden

  • einige weitere, aber alte u. gebrauchte Rechner angeschafft,

  • Zubehör und Kleinmaterial vom Förderverein finanziert

  • Spenden (bisher ca. 2.500 DM) gesammelt.

Nach unserer Einschätzung ist die zähe Fertigstellung der Anschlüsse auch ein spezifisches Grundschulproblem. Kein Gymnasium in Göttingen kennt diese Sorgen. Trotzdem haben wir uns auf den Weg gemacht - wie im Folgenden beschrieben:

  • Von März an traf sich regelmäßig (etwa alle 3 Wochen) eine Arbeitsgruppe aus LehrerInnen und Eltern. Es wurden Fachleute anderer Schulen und der Stadt eingeladen.

  • Eine "Sponsorenmappe" wurde erstellt um Geld für die weitere Ausstattung zu sammeln.

  • Im April / Mai nahm eine Gruppe von 8 LehrerInnen und Eltern an einem Lehrgang zur Einführung in die Computerarbeit teil, 3 Nachmittage, jeweils 3 Stunden.

  • Die LehrerInnen des MMI-Teams treffen sich nach Vereinbar. montags in der 6. Stunde.

2. Eine Sponsorenmappe als Spendenmotivation

Wir fertigten in gemeinsamer Arbeit mehrere recht umfangreiche, illustrierte Mappen an (Inhalt: Anliegen, SchülerInnenwünsche, Vorstellen der Schule ...), die wir an diverse größere Unternehmen und Banken im Göttinger Raum verteilten, um letztendlich insgesamt nur ca. 2 500 DM zu erhalten. Dennoch ist die Bitte um sponsoring zu empfehlen. Im Folgenden sehen Sie einige Mappenseiten: (Ausschnitt: Gezippte Sponsorenmappe im rtf-Format (2 MB))

Wenn Sie mehr Infos möchten, schreiben Sie uns über unsere homepage an: http://www.hbsw.goe.ni.schule.de/

 

Computer-Unterricht in der ersten Klase

INHALTE:

Computer was ist das?

Bildschirm Tastatur Maus Rechner Drucker Funktion der Teile erörtern
- das alles ist hardware

Was kann man alles mit dem Computer tun? Dazu braucht man die Programme
- die Software Betriebssystem: Windows

Praxis:

Im Malprogramm Paint
Stift bewegen von Ecke zu Ecke
- ein Haus nachzeichnen.
Erst so, dann mit gedrückter Maustaste malen Text einfügen: Namen schreiben
- ausdrucken

2.Std

Hausvorlage öffnen
- Haus erneut malen und anschließend freie Bild- und Farbgestaltung Dabei: Vorstellung der Elemente Stift, Pinsel, Sprühdose, Radierer, Farbauswahl Namen mit der Maus auf das Bild schreiben
Unter Anweisung: Datei - speichern unter - Unterordner mit eigenem Namen anlegen Bildnamen eingeben - speichern Datei - drucken - ok

3.Std

Erste Arbeit im Schreibprogramm Word Pad
Start - Programme - Zubehör - Word Pad suchen und öffnen
Schreiben: Meine Computermappe Name Klasse 1b Straße oder Telefon Die Kinder lernen: Im Text mit Pfeiltasten oder Maus bewegen - Löschen fehlerhafter Buchstaben - Großbuchstaben schreiben - Schriftgröße ändern - Absatz und Leerzeilen einfügen - Text markieren und zentrieren - Seitenansicht Abschließend: Datei - speichern unter - Klasse 1b - eigener Ordner - Dateinamen eingeben abspeichern Ausdrucken

4.Std

Klassenordner - eigener Ordner - Deckblatt öffnen Deckblattgestaltung: - Aufteilung - Schriftgröße, - Farbe, -Art Abschließend wie in 3.Std abspeichern und ausdrucken

5.Std

Schreibprogramm Word Pad öffnen Die Kinder geben eine im Unterricht vorbereitete Tiergeschichte ein, wir achten auf beidhändiges Schreiben. Dabei werden die unter der 3.Std aufgelisteten Lerninhalte noch einmal wiederholt. Anschließend wird der Text nach Betrachtung der Seitenansicht auf dem Blatt plaziert , Größe und Farbe der Schrift individuell gestaltet. Abschließend wieder im eigenen Ordner abspeichern und ausdrucken.

6.Std

Schreibprogramm Word Pad öffnen Datei - öffnen - Klassenordner öffnen - Vorlagenordner öffnen - Bären- oder Elefantenvorlage öffnen Eingeben der im Unterricht vorbereiteten Bären- oder Elefantengeschichte sowie des Namens Anschließend Gestaltung des Textes, Vertiefung der Inhalte von 3.-5.Std

7.Std

Malprogramm Paint öffnen Datei - Programme - Zubehör - Paint Zunächst ein vorbereitetes Bild mit Pinsel, Sprühdose oder Stift in verschiedenen Farben malen Nach Betrachtung der Seitenansicht ein Textfeld aufziehen und den vorbereiteten Text eingeben Im eigenen Ordner abspeichern und anschließend ausdrucken.

SO SIEHT DAS Z.B. AUS:

Frei gestaltetes Haus

Im weiteren Verlauf sollen die SchülerInnen eigenständig in der Lage sein, Texte gestaltend zu verfassen. Im Zusammenhang damit wird also eine erste "Textverarbeitungskompetenz" trainiert.


PC-Kurs in einem 2. Schuljahr (offline)

Ausgangspunkt war eine Befragung der Kinder, um ihre Vorerfahrungen, Kenntnisse und Wünsche kennenzulernen. Jedes Kind erhielt eine Computermappe, in der Arbeitsblätter, Hausaufgaben und eigene Arbeiten gesammelt werden. In einem Inhaltsverzeichnis wird der Fortgang der Arbeiten festgehalten.
Ein Grundkurs wurde mit allen Kindern zusammen begonnen:

  • Teile eines Computers
  • Tastatur
  • Schreibprogramm Word · Symbole · Schriftgrößen, Schriftfarben, Ausrichten · Hochformat/Querformat
  • Malprogramm Paint

Gleichzeitig führen wir regelmäßig - mehrmals in der Woche 5-10 Minuten - Übungen an der Tastatur durch. Auf einer kopierten Tastatur sind die Bereiche für die rechte und linke Hand gekennzeichnet. Die Kinder übten zunächst (also sozusagen als "Trockenübung" Klein- und Großbuchstaben, Buchstabenkombinationen, Umschalten, Leertaste ... z. Zt. üben wir Wörter und Sätze aus dem Wortschatz der jeweiligen Rechtschreibschwerpunkte. Im zweiten Schuljahr kann man also so vorgehen. Man beginnt mit einer Umfrage:

Fragebogen im rtf-Format.

Anschließend kann mit der Einführung in die PC-Arbeit begonnen werden. Im Folgenden finden Sie Ausschnitte aus der "Computermappe" der SchülerInnen:

Inhalt Computermappe
Arbeitsblätter und Aufgaben Eigene Arbeiten
1. Deckblatt 1. Deckblatt
2. Inhaltsverzeichnis 2. Sonnenfinsternisgeschichte
3. Teile eines Computers 3. Sonnenwort
4. Meine Computermappe 4. Mein Lieblingsleseplatz
5. Symbole 5. Zoo - Tier
6. Hochformat und Querformat 6. Zoo - Tier mit Hintergrund
7. Schriftgrößen 7. Ich - Geschichten
8. Das Mal-Programm Paint 8. Katzengeschichte
9. Datenträger und Laufwerke 9. Hausaufgabentipparbeiten

Beispiele für Arbeitsblätter im rtf-Format:

Auch hier führen viele Wege nach Rom. Ganz nach Geschmack und Können von LehrerIn u. SchülerInnen sollten die Ansprüche variabel sein. Man kann auch ganz gemütlich mit Lernsoftware (z.B. Budenberg) beginnen und so alle Beteiligten an das neue Medium gewöhnen.

3.3 Unterrichtskonzepte,Schülerzeitung, bzw. AG am PC

Natürlich ist es empfehlenswert, eine AG zur Arbeit mit dem PC anzubieten, bzw. erarbeitete Texte für eine Schülerzeitung mit dem PC, Skanner, etc. herzustellen. Dennoch sind bei uns nicht ständig "Kapazitäten" dafür frei, und wir können zunächst eher anraten, die Fertigkeiten am PC in allen Schuljahren zu trainieren, um ein möglichst breit gefächertes "know how" bei den SchülerInnen zu erzielen.

Unterrichtskonzepte

Im Rahmen eines offenen Unterrichts, bei der Arbeit mit einem Wochenplan, sind jeweils Aufgaben, die am Computer zu erledigen sind, verbindliche Arbeiten. Zeitpunkt und Dauer ihrer Arbeit regeln die Kinder selbstständig bzw. in Absprache mit der LehrerIn.

In der ersten Phase der Einführung in die Arbeit am Computer zeigte sich, dass die (meisten) Kinder doch ausführlichere und intensivere Anleitung und Betreuung brauchten als dies die Lehrerin (selbst bei großer Eigenständigkeit der übrigen Lerngruppe) leisten konnte. Deshalb entwickelte sich in einem 2. Schuljahr an der Hainbundschule eine intensive

Elternmitarbeit

Es fanden sich Eltern, die regelmäßig an einem Tag in der Woche für eine oder zwei Stunden zur Computerarbeit in die Schule kommen.

(Nur die Fachstunden Mathematik, Sport und Englisch blieben konstant. Die übrigen Stunden veränderten sich häufig je nach Projekt oder Anteil der Wochenplanstunden.)

Die Entlastung durch Elternmitarbeit, auch die technische Kompetenz mancher Eltern, der Schwung und die Ideen, die sie für diese Arbeit mitbringen, erleichtert das Einführen in die Computerarbeit natürlich enorm! Auf der anderen Seite entsteht u. U. der Eindruck, dass es nur so geht. Deshalb soll noch einmal betont werden: Voraussetzung für die Arbeit mit neuen Medien ist ein veränderter Unterricht, sind offene Unterrichtsformen. Kinder, die die Möglichkeit haben, am Morgen einen Teil ihrer Arbeit selbstständig zu organisieren, können sich bei freien Themen Hilfen und Anregungen holen. Und der/die LehrerIn kann für sie wie für andere bei ihrer Arbeit im unterschiedlichem Maß Hilfestellung geben.

3.4 Schreibanlässe am Computer

Inhaltlich orientierte sich eine solche Arbeit z.B. an einem Projekt zur Sonnenfinsternis. "Stellvertreter-Wörter" für das Wort Sonne wurden erfunden. Beim Schreiben auf dem Computer ging es dann um die Gestaltung mit Schrift und Farbe, Größenverhältnisse, Hoch- und Querformat. Sonnenfinsternis-Geschichten waren die ersten zusammenhängenden Texte. Hier wurde mit großem Vergnügen und ohne gestalterische Einschränkungen mit Farbe experimentiert.

Genauso gut lassen sich sämtliche motivierende Schreibanlässe integrieren: Tiergeschichten, Rätselhefte, Liebesbriefe, Kurzkrimis, Ferienerlebnisse ..., all das lässt sich am PC umsetzen:

Svenja

Das Pferd

Wir sind aus dem Haus gegangen.
Der Weg war nicht weit. Ich bin vorgerannt.
Da stand ein Pferd auf der Weide.
Ich habe das Pferd gefüttert.

4. Erstellung einer schuleigenen "homepage"

Dies ist ein besonders schwieriges und anspruchsvolles Kapitel. Will man keine aufwendige Fortbildung mitmachen, um eine der gängigen Programmier-Sprachen zu lernen, empfiehlt es sich mit "Frontpage express" zu arbeiten, einer software von microsoft, ähnlich wie word und bereits auf jedem modernen PC schon geladen. Damit gelingt jeder Frau und jedem Mann auf Anhieb eine gefällige Gestaltung ohne Programmierkünste. Schauen Sie in unsere homepage, sie ist mit einfachen Mitteln, ohne großen Aufwand hergestellt. Klicken Sie mal: www.hbsw.goe.ni.schule.de

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GS Klein Berßen

KONZEPTION DER COMPUTERARBEIT IN DEN KLASSEN 1-4

Vorbemerkungen

Der Computerunterricht hat an unserer Schule seit 1991 einen besonderen Stellenwert. Nach der Auflösung der damaligen Hauptschule konnten wir über einen Computerraum mit 10 Computern verfügen ( PC 10 ). Damals gab es kaum geeignete Software für den Grundschulbereich, so dass Handlungsbedarf bestand. Wir nahmen Kontakt zu Dr. Morawietz von der Universität Vechta auf, der uns einige geeignete Programme erstellte, vor allem für den Mathematik- und Rechtschreibbereich. Zugleich informierte er in Elternabenden die Elternschaft über die Möglichkeiten des Computerunterrichts im Grundschulunterricht, so dass Vorbehalte sehr schnell abgebaut wurden. Um die tägliche Nutzung des Computers zu ermöglichen, wurden Zwischentüren vom Computerraum zu den benachbarten Klassen 3 und 4 eingebaut, so dass die Kinder jeder Zeit den Zugang zum Computer hatten. Zeitgleich veränderte sich auch die Unterrichtsorganisation. Offener Unterricht in Verbindung mit Planarbeit, Projektarbeit und Freiarbeit trugen dazu bei, dass den Kindern der Einsatz des Computers in der täglichen Unterrichtsarbeit zur Selbstverständlichkeit wurde.

Grundlegende Kenntnisse wurden in AG `s der Klassen 3 und 4 gelernt. Ein bedeutsamer Wandel in der Ausstattung unserer Schule trat 1997 ein. Wir durften im Dorf das Pfarrfest ausrichten und den Erlös von 7000 DM behalten.
Dieser Betrag wurde gänzlich für 1 Pentium 133 / Windows 95 und 5 486er PC verwandt. Dadurch konnten wir den Kindern bezüglich der Software viel mehr Möglichkeiten bieten. Erstaunlich war die anhaltende Motivation beim täglichen Umgang mit dem PC. Die alten PC 10 hielten Einzug in die Klassen 1 und 2, in denen die jüngeren Kinder nunmehr mit den für sie geeigneten Lernprogrammen arbeiten konnten.

1997 bekamen wir über SAN einen Internetanschluss, der uns wesentlich mehr Möglichkeiten gab. Obwohl wir nur den einen Zugang zum Netz hatten, konnten im Rahmen des offenen Unterrichts immer kleinere Schülergruppen ihre ersten Interneterfahrungen sammeln. Dieses konnte deutlich ausgebaut werden, als wir 1999 im Rahmen des Projektes "Multmedia und Bildung" als Pilotschule ausgewählt wurden. Wir erhielten ein Netzwerk mit 4 Pentium II ( 333er / Windows 98). Dazu hatten wir die Möglichkeit, neue Software für den Grundschulbereich zu testen. Darüber hinaus eröffneten sich weitere Möglichkeiten mit dem Internet. Dieses zeigt die Übersicht

COMPUTER IN DER GRUNDSCHULE KONZEPT GRUNDSCHULE KLEIN BERSSEN
Klasse 1
Einführung in die Arbeit mit dem Computer
Vorübungen: Tastatur kennenlernen
Einfache Lernprogramme
Rechnen/Schreiben: Budenberg
Texte schreiben: Write

 

Klasse 2
Lernprogramme
Mathematik: Morawietz
Deutsch: Budenberg/Traeger u.a.
Textverarbeitung: Write
Kleine Texte für die Schülerzeitung
Berichte

 

Klasse 3
Einführungen
WORD
Textverarbeitung
Grafiken einfügen
Tabellen erstellen
Lernprogramme für alle Fächer
Oriview/Remo/Rechenrabe/Blitzrechnen/
GUT 1/Words alive / Verkehrserz. / Budenberg / Winnies Welt

 

Klasse 4
Einführung in das Internet
Suchmaschinen
E-Mail
Homepage
Chat
Lernprogramme
Arbeit mit Lexika (CD-ROM)
Winnies Welt
Schülerzeitung

 

 

Im Rahmen der Erprobungsphase als Pilotschule wurden folgende Projekte realisiert:

1. Schülerzeitung im Internet

In der Schülerschaft bestand schon lange der Wunsch nach einer Schülerzeitung. Als wir den Internetzugang von SAN bekamen, haben wir uns mit dem Projetthema "Schülerzeitung im Internet" als Pilotschule für die MMI Niedersachsen beworben und wurden auch als solche ausgewählt.

Die Texte für die Schülerzeitung "LESEECKE" wurden unterrichtsbegleitend von allen Klassen erstellt. Inhaltlicher Schwerpunkt liegt beim Beschreiben des Schullebens: Feste, Feiern, Fahrten. Eine Schülerredaktion ( AG/Wochenstunde) bestehend aus 6 - 8 Schüler/innen überarbeitet die Texte am Computer mit der Textverarbeitung Word. Auch werden Grafiken in die Texte eingesetzt oder mit Paintbrush selbst erstellt.

2. Homepage

Die Erstellung einer Homepage mit Auszügen aus unserer Schülerzeitung lag in den Händen des Projektleiters. Die von den Schülern geschriebenen Texte wurden für die Gestaltung der Webseiten technisch überarbeitet ( Konvertierung in HTML Sprache, Änderungen bei Grafiken, Hintergrundfarben, animierte Bilder, Übertragung der Webseiten zum Provider etc.)

Unsere Homepage wird in regelmäßigen Abständen überarbeitet und in loser Folge mit überörtlich interessanten Beiträgen aus unserer Schülerzeitung versehen.
(http://home.t-online.de/home/Grundschule.KleinBerssen)

3. Fortsetzungsgeschichte mit einer Nachbarschule

Durch enge Kontakte zur Nachbarschule Stavern bot sich eine Zusammenarbeit über Internet an. Per eMail schrieben die Kinder der vierten Klasse abwechselnd an einer Fortsetzungsgeschichte. Diese wurde dann in der Schülerzeitung und im Internet veröffentlicht.

4. Chatten mit anderen Schulen

Eine sehr motivierende und kommunikative Form des Austausches zwischen den Schulen stellte das Chatten dar. Dieses erfolgte zu fest vereinbarten Zeiten über einen gemeinsamen Chatraum auf dem Nibis. Wir hatten auf diesem Wege Kontakt zur Nachbarschule Stavern und Emlichheim.

5. Teilnahme am Internetwettbewerb literatur@tlas Niedersachsen

Wir beteiligten uns als eine von knapp 50 Schulen am Wettbewerb des literatur@tlas Niedersachsens. Dazu hatten wir uns Erich Maria Remarque ausgesucht, der einige Zeit Dorfschullehrer in Klein Berßen war. Die Kinder haben das Thema klassen- und fächerübergreifend an verschiedenen Projekttagen bearbeitet. Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung und einem Buch dargestellt und sind als Dauerprojekt auf unserer Homepage zu finden.

6. Teilnahme am Projekt Landtag online: Politik an der Leine - Was ist los im Leineschloss?

Die Kinder der dritten und vierten Klasse hatten drei Tage die Gelegenheit, Politiker des Landtages online zu befragen. Dieses wurde vorher im Sachunterricht vorbereitet. Aus allen teilnehmenden Schulen wurde Klein Berßen ausgelost, um die befragten Politiker im Leineschloss zu besuchen. Wir gewannen die Klassenfahrt nach Hannover und konnten den Landtag mit den Abgeordneten hautnah erleben, die die Kinder per Internet kennengelernt hatten.. Dort ergab sich eine Einladung für einen Gegenbesuch des MdL Dr. Domröse, der uns kurz vor den Sommerferien in der Klein Berßener Schule besuchte.

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GS am Geitelplatz, Wolfenbüttel

1. Auf dem Weg zur vernetzten Schule

Die Grundschule Am Geitelplatz, Wolfenbüttel wurde im Rahmen der zweiten Förderphase (Schuljahr 97/98) von SaN gefördert.
Seit 1999 sind wir Pilotschule der Multimedia Initiative Niedersachsen. Seit Anfang 2000 Microsoft Partnerschule.

Die Idee, auch das Internet in das Netzwerk der Grundschule Am Geitelplatz einzubeziehen, war im Grunde eine logische Folge des Vernetzungsgedankens, der den Computereinsatz an der Geitelschule von Anfang an geprägt hat.

Unser Ziel ist, mit Hilfe des Computerlernens Grundschulkinder in den Schlüsselqualifikationen Kreativität, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit, Selbständigkeit, Medienkompetenz sowie der Fähigkeit zu vernetztem Denken zu fördern.
Technischer Ausgangspunkt dieser Ziele ist der Gedanke einer vernetzten Schule. Im Endausbau soll jeder Klassenraum, die Schülerbücherei, das Lehrerzimmer und die Lehrmittelräume in dieses Netz einbezogen werden.
In den Klassen sollen Multimedia-Inseln in Form von 3 bis 4 vernetzter Rechner eingerichtet werden, die über das schuleigene Netzwerk Zugriff auf das WWW und auf die Ressourcen des Schulnetzes haben sollen. Die Einbindung (noch nicht existierender) örtlicher und regionaler Netze soll in Zukunft ebenfalls möglich sein. Die Lehrkräfte sollen von zu Hause auf die Ressourcen des Netzes zugreifen können.

Unsere pädagogische Konzeption basiert auf drei zentralen Grundgedanken:

  1. Einsatz der Neuen Technologien, um gezielt mit geeigneter Lernsoftware Schülergruppen zu fördern (Förder- und Forderaspekt).
  2. Einsatz der Neuen Technologien als Schreib- und Gestaltungsmittel sowie als Mittel der Kommunikation mit anderen (Kreativitäts- , Kooperations- und Kommunikationsaspekt).
  3. Einsatz der Neuen Technologie als multimediale Infothek mit Zugriffsmöglichkeiten auf elektronische Lexika und das Internet (Vernetzungsgedanke).

Der Projektleiter begann 1997 damit, eine kleine Anzahl vernetzter Rechner (Ethernet, Token-Ring) im Förderunterricht und für Schreibprojekte einzusetzen. Auf seine Initiative hin und mit Hilfe örtlicher Firmen, des Schulvereins, der Schulleitung und tatkräftiger Hilfe von Eltern und des Hausmeisters, konnten sämtliche 10 dritten und vierten Klassen, die Schülerbücherei und der Lehrmittelraum vernetzt werden.
Die meisten 3. und 4. Klassen verfügen mittlerweile über zumindest einen älteren 486er Rechner mit gebrauchten 14-Zoll Monitoren. Relativ früh entschieden wir uns auch für die Einrichtung eines kleinen Computerraumes mit 13 vernetzten Rechnern (3 x Pentium 90/32MB, 5 x Pentium II/64MB, 6 x AMD K2 400/64MB).
Als Kommunikations-, Proxy-, File- und Printserver dient ein Pentium 166 MMX mit Linux als Betriebssystem auf Basis der SuSE-Distribution. Auf diesen Linux-Server kann auch von den einzelnen Klassenräumen zugegriffen werden.
Ein zweiter Linux-CD-ROM-Server stellt im Netz elektronische Nachschlagwerke (Encarta, Kinderlexika) und auf CD-ROM vorliegende Mutimedia-Lernprogramme zur Verfügung.
Ein Netzdrucker steht im Computerraum. Die Einbeziehung der 1. und 2. Klassen ist vorgesehen. Konnte bisher aus finanziellen Gründen aber nicht in Angriff genommen werden.
Im Moment (November 2000) sind 10 Klassen mit Computern (386er/486er/Pentium 90) ausgestattet.
Unser Hauptproblem sind unsere veralteten Geräte in den Klassen. Die im Grundschulbereich dringend erforderliche Multimedia-Software, aber auch audiovisuell anspruchsvolle Lernsoftware und Internet- Applikationen verlangen nach mehr Hardwarekapazitäten als uns derzeit zur Verfügung stehen.
Der Internet-Zugang wurde im November 1997 gelegt. Von sämtlichen Rechnern - auch von denen in den Klassen - kann auf das Internet zugegriffen werden. Die Einrichtung eines Proxy-Servers ermöglicht es uns, in einem geschützten Bereich offline zu surfen und nur bei Bedarf online zu gehen.
Seit November 98 verfügen wir bei WinShuttle über eine E-Mail-Sammeladresse der Form @geitel.wf.ni.schule.de, so dass auch E-Mail-Adressen der Lehrerinnen und Lehrer und für die 3. und 4. Klassen vergeben werden können. Damit ist der Austausch von E-Mails im Intranet der Schule (zwischen den Klassen) und im Internet möglich.

Durch Presseberichte, unsere Homepage und Elterninformationen ist unser Konzept in der Region mittlerweile bekannt. Einige Firmen haben uns Rechner und Monitore gespendet und bei der Einrichtung des Netzwerkes geholfen. Ein ortsansässiger Computerhändler stellt uns für unsere Homepage kostenlos Speicherplatz zur Verfügung und sponsert unsere eigene Domain www.geitelschule.de. Darüber hinaus haben uns viele Einzelspender mit Hardware unterstützt. Über unseren Schulverein können Spendenquittungen erstellt werden. Die Anschaffung des Servers, der Einbau von CD-ROM-Laufwerken und Soundkarten wurde vom Schulverein finanziert.


Schülerzeitung - online

Der Förderunterricht an der Geitelschule ist so organisiert, dass alle Schüler einer Jahrgangsstufe entsprechend ihrem Förder- bzw. Forderbedarf betreut werden.
Für leistungsstarke Kinder bieten wir im 3. und 4. Schuljahr eine Schülerzeitungs-AG an. Die Kinder planen jeweils den Inhalt einer Geitelino-Ausgabe in den Redaktionssitzungen, schreiben ihre Beiträge am Computer und verschönern sie mit eigenen oder eingescannten Zeichnungen und Bildern.
In Redaktionssitzungen werden die Beiträge kritisch besprochen und müssen dann erneut überarbeitet werden. Erst danach erfolgt die Herstellung der Print-Ausgabe, die an alle Kinder der Geitelschule verteilt wird.
Parallel dazu wird die Online-Version erstellt, indem die Schülerbeiträge, Zeichnungen und Bilder in eine vom Projektleiter vorbereitete HTML-Vorlage eingefügt werden. Die Mitglieder der Schülerzeitungsredaktion stellen sich auf einer eigenen Seite vor und sind über die E-Mail-Adresse der Schule und einen Briefkasten vor dem Computerraum erreichbar.
Derzeit arbeiten rund 25 Kinder aus den 3. und 4. Klassen an der Schülerzeitung mit. Nach einiger Eingewöhnungszeit arbeiten die Kinder sehr selbständig an ihren Beiträgen. Sie helfen sich untereinander und sind sehr kritisch bei der Besprechung der Beiträge. Da sich aufgrund unserer Homepage schon andere Grundschulen mit uns in Verbindung gesetzt haben, planen wir auch einen Austausch von Artikeln und E-Mail-Kontakte mit anderen (Grund-)Schülerzeitungen.

Homepage

Die umfangreiche Homepage der Grundschule Am Geitelplatz kann an dieser Stelle nicht im Detail beschrieben werden. Sie muss "ersurft" werden.

Auf einige wichtige Bestandteile sei an dieser Stelle hingewiesen:

Geitelcam ist die Webcam der Geitelschule. Sie sendet in regelmäßigen Abständen aktuelle Bilder aus dem Computerraum unserer Schule ins Internet.

Die Seiten Elternratgeber und Software für Kinder enthalten Empfehlungen für empfehlenswerte Literatur für Eltern und Software für Kinder. Die Seite Links für Kids listet empfehlenswerte Internet-Seiten für Kinder auf.


Partnerschulen in Europa

Seit Beginn des Schuljahres 2000/2001 führt die Grundschule Am Geitelplatz gemeinsam mit Grundschulen in Groß Britannien, Italien und Frankreich ein Comenius Projekt mit dem Titel "Hier leben wir - unsere Stadt, unsere Region, unser Land" durch.
Im Rahmen dieses Projekts werden die Kinder Informationen über ihre Schule, die Region und unser Land zusammenstellen und präsentieren. Im Gegenzug werden wir von den Partnerschulen entsprechende Informationen über ihre Umwelt erhalten.
Wir hoffen, dass die Kinder so für die Besonderheiten ihrer eigenen Kultur, aber auch die der Anderen sensibilisiert werden. Ein Ziel ist die Gestaltung einer gemeinsamen Internet-Präsenz der beteiligten Schulen. Der Austausch zwischen den Schulen wird vornehmlich über E-Mail erfolgen und der Einatz der Informations- und Kommunikations-
technologie wird eine zentrale Rolle in unserem Projekt spielen.


Wolfenbüttel - unsere Stadt. Ein Online-Projekt der Schülerzeitung

Im Schuljahr 1999/2000 nahm die Redaktions der Schülerzeitung "Geitelino" am Microsoft Road Ahead Prize teil. Immerhin wurde der Beitrag als einer der 20 besten von insgesamt 330 teilnehmenden Schulen ausgezeichnet.

In rund 3 Monaten stellten die Schülerinnen und Schüler einen umfangreichen Beitrag über Wolfenbüttel, das Bundesland Niedersachsen und die Bundesrepublik ins Netz.
Unter Ausnutzung vieler verschiedener Informationsquellen gelang ihnen die Gestaltung einer sehenswerten Präsentation.

Dadurch, dass die Kinder selbst an der Erstellung einer Website beteiligt waren, konnten sie auch distanzierter und kritischer mit der Überfülle an Informationen im Netz umgehen. Sie lernten projektorientiert zu arbeiten und die Gestaltung und Verlinkung ihrer Webseiten auch aus der Sicht der Benutzer zu reflektieren.

Landtag online: Politik an der Leine - Was ist los im Leineschloss?

Vom 29.03. bis 31.03.2000 nahmen zwei 4. Klassen der GS Am Geitelplatz an der Aktion "Landtag online: Politik an der Leine - Was ist los im Leineschloss?" teil. Dabei konnten die Kinder vorher im Klassenverband besprochene Fragen online verschiedene Landtagsabgeordneten vorstellen, die dann auch schnell beantwortet wurden und Gegenfragen provozierten. Der für unsere Region zuständige Vizepräsident des Landtages Hening Jahn besuchte daraufhin unsere Schule. Er ließ sich von den Kindern nicht nur die Ergebnisse ihrer Arbeiten im Computerraum vorführen sondern nahm sich auch Zeit, mit den beteiligten Klassen über die Aufgaben der Landespolitik und weitere die Kinder interessierende Themen zu diskutieren. Schließlich lud er die beiden Klassen zu einem Besuch des Landtages ein.
Das gesamte Projekt ist ausführlich auf unserer Homepage dokumentiert.

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Gemeinsame Projekte

Eine Rätselrunde per E-Mail

Die Vorteile von E-Mails gegenüber herkömmlichen Briefen liegen u.a. in der hohen Zustellungsgeschwindigkeit, in dem gleichzeitigen Erreichen mehrerer Empfänger und in den niedrigen Kosten. Zudem ist das Bedienen eines E-Mail Programms auch für Grundschüler sehr schnell erlernbar.(Didaktisch-methodische Hinweise siehe unter Didaktische Überl.)

Das veranlasste die 5 MMI- Pilot-Grundschulen zur Verabredung eines gemeinsamen E-Mail Projektes. Um den beteiligten Schülern einen gewissen Anreiz zu bieten, organisierte die Grundschule Emlichheim eine Rätselrunde per E-Mail.
Auf Vorschlag einer Klasse waren Begriffe wie Schulranzen, Tiernamen usw. zu raten, die Lösungen waren mit Hilfe von Fragen und von Ja-Nein Antworten zu finden. Nach Bekanntgabe des Suchwortes schickten die Schüler ihre Fragen nach Emlichheim. Dort wurden sie nach den Eingangszeiten geordnet, beantwortet und täglich vor Unterrichtsbeginn als eine sich immer weiter fortentwickelnde Liste wieder an die beteiligten Schulen verschickt. Auf diese Art und Weise behielten die Schüler stets eine Übersicht über die gesamten Fragen und Antworten. Der Eingangszeitpunkt der richtigen Lösung war für den Sieg entscheidend.

Sicherlich waren die Schulen im Vorteil, deren Rätselfreunde vormittags jederzeit E-Mails empfangen und versenden konnten. Es ist aber sicherlich davon auszugehen, dass alle beteiligten Schüler ihren Spaß an den Rätselrunden hatten. Der Organisationsaufwand hielt sich in Grenzen. Eine Wiederholung des Projektes wäre sicherlich wünschenswert, und ein solches Projekt kann anderen Grundschulen zur Nachahmung empfohlen werden.


Eine Rätselrunde per Chat

Die Vorteile des Chats gegenüber der E-Mail liegen in der Synchronität der schriftlichen Kommunikation zwischen mehreren Teilnehmern an unterschiedlichen Orten. Außerdem ist das Bedienen eines Chatprogrammes leichter als das eines E-Mail Programmes, aber es werden erhöhte Anforderungen an die Schreibgeschwindigkeit und an das Erfassen von Ordnungsstrukturen gestellt. (Didaktisch-methodische Hinweise siehe unter Didaktische Überl.)

Um mit den MMI-Pilot-Grundschulen gemeinsames Chatten zu erproben, organisierte die Grundschule Emlichheim Chatrunden mit lustigen Rätselfragen, die vor Ort von einer 4. Klasse zusammengestellt wurden.

Allerdings erwies sich der Organisationsaufwand als wesentlich höher als wie beim E-Mail Projekt und hinzu kamen folgende Startschwierigkeiten:

Die auf den Internetseiten der Grundschule Emlichheim installierten Chaträume scheiterten am Nibis-Server, das Ausweichen auf einen Chatraum einer Hochschule scheiterte an Zugriffschwierigkeiten, dankenswerter Weise stand uns dann aber der Nibis-Chat zur Verfügung.
Außerdem gelang es nicht allen Grundschulen, sich auf eine bestimmte Unterrichtsstunde an einem bestimmten Wochentage zu einigen. Nachdem eine gewisse optische Struktur durch Zuweisung unterschiedlicher Schriftfarben verabredet war, konnte die Rätselrunde endlich durchgeführt werden. Auf Emlichheimer Seite chatteten die Schüler an Computern im Computerraum. An einem Computer wurden die Fragen eingegeben, an mehreren anderen wurden die Antworten geprüft, bestätigt oder abgelehnt und die richtigen Antworten entsprechend der Reihenfolge des Einganges gepunktet und damit wurde der jeweilige Tagessieger ermittelt.
Nach etwa 20 minütiger Rätselrunde konnten die Schüler dann frei chatten. Sowohl in der Rätselrunde als auch beim freien Chatten hatten die Schüler sicherlich viel Spaß. Über die Inhalte des freien Chattens soll an dieser Stelle keine Wertung erfolgen, aber zumindest sollte erwähnt werden, dass auch Grundschüler gewisse Höflichkeitsformen einhalten sollten.

Über das Chatten ist allgemein festzustellen: Chatanfänger können sich nur schwer gegen chaterfahrene Schüler behaupten, Chatanfänger sollte man zunächst nicht sich selbst überlassen. Chatten stellt erhöhte Anforderungen an das Formulieren von Sätzen und an die Schreibgeschwindigkeit. Leistungsstärkere Schüler gewinnen am Chatten sicherlich mehr Freude als leistungsschwächere Schüler. Wenngleich der Organisationsaufwand höher als beim E-Mail Projekt war, so ist dennoch die Wiederholung eines solchen Projektes wünschenswert und ein solches Projekt ist auch anderen Grundschulen zu empfehlen.

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Kollegium und Comptereinsatz - Erfahrungsberichte

GS Emlichheim
GS Emsbüren
GS Hainbundschule
GS Klein Berßen
GS am Geitelplatz

Lernprogramme als Einstieg in die Computerarbeit

Lernprogramme sollen Lernprozesse und Lerneffektivität fördern, nur wenige interaktive Softwareentwicklungen werden diesem Anspruch gerecht. Der Großteil der in den Grundschulen einsetzbaren Deutsch- und Mathematikprogramme ist dem reinen Übungsbereich zuzuordnen und sie sind daher eigentlich auch als Übungsprogramme zu deklarieren. Das hat zur Konsequenz, dass diese Art von Programmen erst dann eingesetzt werden können, wenn das Themengebiet zunächst unterrichtlich erarbeitet wurde. Bei mangelndem Verständnis oder gar bei Lernproblemen sind diese Programme nicht zu nutzen. Da aber inzwischen wieder verstärkt reine Übungsphasen in den Unterricht einbezogen werden, gewinnt der Computereinsatz mit entsprechenden Programmen zusehend an Bedeutung.

Die folgenden Aspekte sprechen für den Einsatz von Übungsprogrammen:

  • Die Programme bieten eine Vielzahl an strukturellen Variationen kleinster Übungssequenzen, die inhaltlich alle Übungsbereiche des Deutsch- und Mathematikunterrichtes abdecken.
  • In der strukturellen Variationsbreite sowohl hinsichtlich der Aufgabenpräsentation als auch der konkreten Lösungseingaben übertreffen die Übungsprogramme die üblichen Übungsmaterialen, wie z.B. Arbeitsblätter usw.
  • Grundschüler sind beim Bearbeiten von ansprechenden Aufgabenpräsentationen hochmotiviert, insbesondere dann, wenn unterschiedliche Übungsprogramme zum Einsatz kommen.
  • Zusätzlich motivierend wirkt der Wettkampfcharakter mancher Programme, in denen Punktstände oder Zeitverbrauch im persönlichen Vergleich oder im Vergleich mit Mitschülern angeboten werden.
  • Die Belohnungsspiele im Anschluss an die Übungen sind u.a. wegen des häufig hohen Zeitaufwandes umstritten, sie sind aber für die Schüler von hohem Motivationscharakter.
  • Verschiedene Programme ermöglichen auch für den Unterrichtenden die Eingabe von zum jeweiligen Unterrichtsinhalt bzw. zum Lehrbuch adäquaten individuellen Übungsaufgaben.
  • Bei allen Programmen besteht die Möglichkeit, die Schüler differenziert nach ihren individuellem Leistungsvermögen mit Übungen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades arbeiten zu lassen.
  • Durch den Computereinsatz mit Übungsprogrammen als Differenzierungsinstrument gewinnt der Unterrichtende Zeit für individuelle Schülerzuwendung.
  • Die Übungen können selbständig ohne Lehrer in Einzel- oder Partnerarbeit in nach individuellen Arbeitstempo und häufig mit unmittelbarer Fehlerrückmeldung und Fehlerkorrekturmöglichkeit durchgeführt werden.
  • Die Anzeige und der Ausdruck von Protokollen geben einen Überblick über die absolvierten Übungen und informieren über Übungserfolge und Defizite.
  • Beim Einsatz von Übungsprogrammen liegt ein Schwerpunkt der Unterrichtsvorbereitung nicht mehr in der Bereitstellung bzw. Erstellung geeigneter Übungsmaterialen (Arbeitsblätter o.ä.) sondern in der Auswahl inhalts- und lernzieladäquater Übungssequenzen der jeweiligen Übungsprogramme sowie deren Ergänzung durch individuelle Aufgabeneingabe.
  • Die Einarbeitung in die Übungsprogramme ist für computerunerfahrene Kollegen zunächst zwar zeitaufwendig, der Erwerb der erforderlichen Handlungskompetenzen ist aber sehr wohl leistbar.
  • Der Einsatz der Programme erfordert keine komplexen Computerkenntnisse, der Zugriff auf die Übungsaufgaben innerhalb eines Programmes erfolgt nach immer demselben Zugriffsschema.
  • Skizzenhafte bzw. stichwortartige Darstellung des Zugriffsschemas können den Zugriff erleichtern.
  • Das Zugriffsschema ist auch für Grundschüler bei entsprechender Übungsintensität leicht lernbar und beherrschbar. Tägliche kurze Übungsphasen im Klassenraum erweisen sich als effektiver als wöchentlich eine Unterrichtsstunde im Computerraum.

Die Gesamtheit dieser Aspekte spricht für den Einstieg in die Computerarbeit an Hand von Lernprogrammen, um sich anschließend der Multifunktionalität des Computereinsatzes zuzuwenden.

Lernprogrammübersicht und Wertung

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Lern- bzw. Übungsprogrammen für den Einsatz in Grundschulen. Überwiegend werden sie in Deutsch und Mathematik genutzt:

Alfons(alte Version; Deu/Ma), Budenberg (Deu/Ma/Sachunterricht), Blitzrechnen, Deutsch/Mathematik in der Grundschule, Lernpaket Deutsch, Träger(Deu/Ma), und Rechenrabe.

Eine Teilübersicht von Lern- bzw. Übungsprogrammen findet sich u. a. bei Jörg Schulte und Stephan Wöckel.
Jede Grundschule wird noch zusätzlich mit weiteren Programmen arbeiten und je nach ihren Erfahrungen den Schwerpunkt auf bestimmte Programme setzen. Sicherlich erhöht der Einsatz mehrerer Programme die Übungsvielfalt. Fraglich bleibt aber, ob das Üben desselben Aufgabentypus mit möglichst vielfältigen Angeboten unterschiedlicher Programme oder ob das Üben unter Beschränkung auf wenige Programme lerneffektiver ist.
Allerdings kann der Einsatz nur eines Programms auf Dauer für die Schüler auch demotivierend wirken. Die Erfahrungswerte vieler Grundschulkollegen mit dem Einsatz obiger Übungsprogramme lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die zuvor genannten 15 Aspekte für den Einsatz von Übungsprogrammen sind zutreffend und werden hier nicht noch einmal erwähnt.
  • Die Programme sind entsprechend ihrer Intensionen ergänzend zum Deutsch - und Mathematikunterricht vielseitig und lerneffektiv einsetzbar.
  • Die Schüler sind in der Regel hochmotiviert. Computervertraute, leistungsstärkere Schüler erreichen schnell eine hohe Lern- bzw. Übungseffektivität, während computerunerfahrene ( häufig auch leistungsschwächere) Schüler erst nach längerem Üben eine angemessene Lern- bzw. Übungseffektivität aufweisen.
  • Tägliche Kurzübungen an Computern im Klassenraum sind lerneffektiver als einmalige wöchentliche Übungen im Computerraum.
  • Es erscheint als sinnvoll, schon ab der ersten Klasse - nach einer gewissen Einführungsphase im Umgang mit dem Computer - mit dem Einsatz weniger Lern- bzw. Übungsprogrammen zu beginnen, um dann schrittweise in den Klassen 2 bis 4 die Vielfalt der Programme zu nutzen.
  • Für den Einsatz der Lern- bzw. Übungsprogramme sind Freiräume im Unterricht zu schaffen, Lehrpläne ( Inhalte und Lernziele) und eventuell sogar die Lehrbücher sollten überdacht werden.

Eine vergleichende Wertung obiger Übungsprogramme - selbst mit Hilfe objektiver Beurteilungskriterien - muss zwangsweise zu individuell gefärbten Beurteilungen führen.
Während z.B. Grundschulkollegen mit Budenberg erfolgreich arbeiten, kommt das Landesinstitut SODIS des Landes Nordrhein-Westfalen zu folgender Bewertung:

"Es wird von einer Bewertung abgesehen, da bei der Vorprüfung festgestellt wurde, dass das Softwareprodukt ein geschlossenes Lern- und Übungsprogramm darstellt, das gegenüber herkömmlichen Medien und Methoden keine Vorteile erwarten lässt. "

Dennoch ist festzuhalten, dass sich Budenberg vom Anspruch her mehr an lernschwächere Schüler wendet und sich zumindest für den Einstieg in die Arbeit mit Übungsprogrammen gut eignet und in wenigen Teilbereichen gleichwertig zu anderen Programmen ist.
Bei einer neutralen Beurteilung steckt der Teufel gerade im Detail, denn fast jedes Programm zeigt in irgendwelchen Teilbereichen Schwächen auf.
Man wird sich je nach Übungsintention an dem unterschiedlichen Aufgabenangebot der verschiedenen Programme orientieren und im konkreten Einzelfall jeweils das eine oder das andere Programm einsetzen. Jede Grundschule sollte sich die Option offen lassen, unterschiedliche Programme einsetzen zu können und sich nicht aus Kostengründen auf ein Programm festlegen. Daher sollte es bei einer Gesamtbeurteilung obiger Programme bei der Aussage belassen werden, dass sie alle im Übungsbereich einsetzbar sind. Beurteilungen obiger Programme finden sich im Internet u.a. bei: LEU, Jörg Schulte, Sodis, Stephan Wöckel usw.

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Standortfrage und Mindestanforderungen

Computer lassen sich grundsätzlich in einem Computerraum und in einzelnen Klassen anordnen. Der Vergleich der Vor- und Nachteile mag zu einer didaktisch begründeten Entscheidungsfindung beitragen.

Computerraum
  • Bei einer hinreichenden Anzahl (8-12) von Computern in einem Computerraum können größere Lerngruppen oder sogar ganze Klassen gleichzeitig am Computer arbeiten und zwar nicht nur zum Üben mit Lernprogrammen sondern auch zur Einführung und zum Umgang mit den vielfältigen Werkzeugfunktionen eines Computers. Förderunterricht, Arbeitsgemeinschaften aber auch Kollegiumsfortbildung lassen sich so besser verwirklichen.
  • Vernetzte Computer vereinfachen wesentlich das Installieren neuer Programme und die Wartung.
  • Außerdem braucht eventuell nur ein Drucker, Scanner usw. installiert werden, die Vielfalt der Zusatzmöglichkeiten beschränkt sich dann kostengünstig auf einen Raum.

Feste Belegungszeiten für feste Belegungsgruppen lassen den Computer für die Schüler als etwas "Besonderes" erscheinen und er kann nicht als ein in den Unterricht integriertes alltägliches Werkzeug erfahren werden.

Bei ausschließlicher Nutzung von Computern im Computerraum läuft der Computerraum irgendwann einmal Gefahr, das Schicksal etlicher Sprachlabors erleiden zu müssen, nämlich das eines langsamen Todes.

Die Bedienung des Netzwerkes innerhalb eines Computerraumes im Verbund mit den übrigen Klassen stellt höhere Anforderungen an die Sachkompetenz der betreuenden Lehrkraft.

Klassenraum
  • Bei einer angemessenen Anzahl(3) von Computern und eines Druckers (eventuell auch Scanners) im Klassenraum kann ein situativer Zugriff auf den Computer als ein multifunktionales Werkzeug erfolgen und zwar für: Üben mit Lernprogrammen, Textproduktion, Bildproduktion, Kombination von Text- und Bildproduktion, Informationssuche und Kommunikation über E-Mail usw. Damit verliert er seinen Sonderstatus und wird zu einem selbstverständlichen Arbeitswerkzeug.
  • Der Einsatz der Computer im Klassenraum ist wesentlich besser integrierbar in den laufenden täglichen Unterricht: Übungs- und Differenzierungsphase, Lernstationsphase, Wochenplan, Freiarbeit, offene oder projektorientierte Phase usw.
  • Die aus dem laufenden Unterrichts- bzw. Lernprozess situativ erforderliche Nutzung von Computern in einem vom Klassenraum getrennten Raum ist meistens nicht möglich wegen anderweitiger Belegung und wegen der Aufsichtsproblematik.
  • Der Erwerb der für den Computereinsatz erforderlichen Kompetenzen müsste bei entsprechendem Interesse für jede Lehrkraft leistbar sein.

3 Computer und ein Drucker je Klasse erfordern bei einer mehrzügigen Grundschule einen hohen finanziellen Aufwand. Nur ein entsprechend effektiv vielfältiger Computereinsatz vermag diesen erhöhten Aufwand zu rechtfertigen. Aber die didaktische Entscheidung für den täglichen Computereinsatz ist unabhängig von einem möglichen moralischen Druck durch den finanziellen Aufwand zu fällen.

Schlussfolgerung
  • Der Einsatz des Computers als ein multifunktionales, jeder Zeit verfügbares, in die verschiedensten Lern- und Unterrichtsprozesse innerhalb eines handlungsorientierten Unterrichtskonzeptes integrierbares Werkzeug spricht für die Klassenraumlösung.
  • Der Einsatz des Computers als ein besonderes, nur zu bestimmten Unterrichtsstunden und einer Vielzahl von Schülern gleichzeitig verfügbares Werkzeug spricht für die Computerraumlösung. Die Relation von Nutzungszeiteinheiten und finanziellem Aufwand je Computer spricht ebenfalls für die Computerraumlösung.
  • Die Entweder - Oder - Entscheidung hängt letztendlich von der didaktischen Schwerpunkt jeder einzelnen Grundschule ab.
  • Der Kombination beider Lösungen wird der Offenheit von unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen innerhalb einer Grundschule gerecht.
  • Der Königsweg einiger Grundschulen beinhaltet : Zunächst werden die Klassen der wenigen aber stark engagierten Kollegen ausgestattet. Das anschließend erwachte Interesse mehrerer Kollegen und die Forderung nach gleichen Chancen für möglichst viele Schüler führt zur Einrichtung eines Computerraumes. Mit der wachsenden Erkenntnis um die Vor- und Nachteile der Klassenraum- und Computerraumlösung werden dann nach und nach alle Klassen ausgestattet. Damit gelangt man letztendlich zur Ideallösung, zur Nutzung von Klassenraum und Computerraum.
Mindestanforderungen

Die Antwort auf die Frage nach dem Mindeststandard der einzelnen Computer ist weniger von den finanziellen Möglichkeiten (Der Phantasie des Suchens nach Geldquellen sind keine Grenzen gesetzt: Von Nichts kommt Nichts) sondern eher von der didaktischen Schwerpunktsetzung abzuleiten.
Beim Einsatz des Computers in Klasse 1/2 als Werkzeug für Text- und Bildproduktion sowie für die Nutzung von Lernprogrammen sind jeweils drei Computer mit CD-Laufwerk sowie ein Drucker erforderlich.

In Kenntnis um die Anforderungen der neueren Lernprogramme an die Computer und in Kenntnis um die erforderlichen Aufrüstungskosten sollte wirklich kein 486er ( oder womöglich noch darunter ) mehr angeschafft werden. Ein Pentium 166 MMX-Rechner mit 64 MB RAM müßte bei Neuanschaffungen in Grundschulen als Mindeststandard gefordert werden.

Beim Einsatz des Computers in Klasse 3/4 als multifunktionales Werkzeug sind jeweils drei vernetzte Internetcomputer und ein Drucker erforderlich. Mindeststandards für Bildschirmqualitäten sind durch für Schulen gültige Normen festgelegt, bei häufiger Nutzung ist eine Bildschirmgröße unter 17 Zoll nicht mehr zweckmäßig.

Die didaktische Schwerpunktsetzung sollte der Regulator für die Entscheidung um die Standards von Computerausrüstung in Grundschulen sein. Dabei sollte die Schere zwischen der Qualität der häuslichen Computerausstattung unserer Schüler und der schulischen Computerausstattung nicht soweit auseinander klaffen, dass die schulische Ausstattung heutigen didaktischen Ansprüchen kaum noch entspricht.

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Empfehlungen und Wünsche für die Zukunft

Der mit sehr hohen Kosten für Bund, Land und Schulträger verbundene Einsatz von Computern in den Schulen ist auf Dauer nur unter folgenden Prämissen zu rechtfertigen:

  • Schule insgesamt öffnet sich für ein Umdenken von Inhalt und Organisation von Lernprozessen. Der Computereinsatz im Unterricht erfordert das Zusammenwirken aller Kollegen, ein Spezialistentum wird den Möglichkeiten des Mediums nicht gerecht.
  • In Rahmenrichtlinien (notfalls auch in verbindlichen Stundentafeln) ist der Computereinsatz für verbindlich zu erklären und entsprechende Freiräume zur Verfügung zu stellen, oder alternativ: Man überlässt es den Schulen, sich selber die erforderlichen Freiräume zu schaffen.
  • Alle Lehrer/innen werden durch externe oder interne Fortbildungsmaßnahmen qualifiziert entsprechend der Vielfalt des Computereinsatzes, eine allgemeine Einweisung in die Computerbedienung und in Lernprogramme ist bei weitem nicht hinreichend. Bei der Komplexität der Materie sind Fortbildungskurse als permanent zu installieren, Crashkurse werden der Vielfalt des Computereinsatzes nicht gerecht.
  • Während des Studiums und der zweiten Ausbildungsphase werden die zukünftigen Lehrer/innen an konkreten Unterrichtsprojekten mit dem vielfältigen unterrichtlichen Computereinsatz vertraut gemacht.
  • Schulen werden mit der Entwicklung konkreter Unterrichtsmodelle beauftragt. Begleitende Maßnahmen werden sichergestellt.
  • Die intensive Auseinandersetzung mit dem Computereinsatz erfordert eine neue Qualität von Unterrichtsvorbereitung mit entsprechender Entlastung.
  • Für die Wartung, Aufrüstung usw. der Computer wird den Schulen technisches Personal zur Verfügung gestellt.

Die Aufzählung der 7 Prämissen sollte jedoch nicht zur Resignation führen etwa nach dem Motto: Das wird sowieso nichts, also lassen wir die Finger davon. Man muss das Ganze wie ein Mosaik betrachten und Stück für Stück einzelne Mosaiksteinchen einfügen, dann wird alles sich irgendwann zu einem Gesamtwerk fügen. Es liegt nun einerseits beim Kultusministerium und andererseits bei den Schulen , ob die Computer entsprechend ihren Einsatzmöglichkeiten intensiv genutzt werden oder ob sie nur unter den vielen Unterrichtsmedien als ein Weiteres ihr vergängliches Dasein fristen werden.

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